Skitourengehen (oder Skibergsteigen) bezeichnet den Aufstieg auf einen Berggipfel abseits präparierter Skipisten ohne technische Aufstiegshilfen. Der Skitourengeher benützt dabei spezielle Tourenskier mit einer Touren-Skibindung und Skifellen, die beim Aufstieg das zurückrutschen verhindern. Die Krönung einer jeden Skitour ist eine Abfahrt in unverspurtem Pulverschnee.

Bei Touren abseits der gesicherten Skipisten ist die Lawinengefahr genau zu beachten. Das Mitführen der Notfallausrüstung ist unbedingt erforderlich.

Lungiarü

Piza de Pöz / Östliche Puezspitze 2.913 m

Mit 2.913 Höhenmetern ist die Piza de Pöz / Östliche Puezspitze der höchste Gipfel im Grenzgebiet zu Lungiarü und gilt deshalb fast schon als Klassiker für Skitourengeher. Spek­ta­ku­lär ist der 360-Grad-Blick auf zahl­reiche Dolomitengipfel.

  • Höhenunterschied: 1.400 m
  • Zeit: 5 – 6 h

Beim Parkplatz Muntcörta steigen wir Richtung Antersasc hinauf (siehe Skitour Piza de Antersasc) und gehen bei der alleinstehenden Zirbe weiter über den linken Hang bis zur sehr steilen und immer schmäler werdenden Rinne, die eine gute Spitzkehrentechnik erfordert. Die letzten Meter müssen meist mit geschulterten Skiern bezwungen werden. Am Ende der Rinne führt die Tour rechts weiter über einen kleinen ausgesetzten Hang bis zu einer Ebene, von der aus sowohl der Gipfel als auch der letzte Anstieg zu sehen sind.

Die Abfahrt kann über den Aufstieg erfolgen oder, alternativ für geübtere Tourengeher, durch die Nordrinne.

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Bergsteigerdorf Ginzling

Ausgangspunkt der Tour ist die Greizer Hütte (2.227 m).

Großer Löffler (3.375 m)

Von der Hütte über das Griesfeld in Richtung Süden zum spaltenreichen Floitenkees. Rechter Hand eines auffälligen Felsgrates, der sich vom Gipfel des großen Löffler weit hinunter nach Westen erstreckt, steigt man über den steilen und zerrissenen Gletscher bis zur Grathöhe auf und biegt anschließend nach links ab. Nun über den Südgrat bis kurz unter den Gipfel (hier Skidepot) Das letzte Stück zu Fuß auf den Gipfel. (1.148 HM, 3,5 Stunden).

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Bergsteigerdorf Großes Walsertal

Relativ kurze, aber schöne und nicht zu unterschätzende (Gipfelgrat!) Skitour. Von den Hotels in Faschina zu den Pisten nach Westen hinüber und über diese zur Stafel Alpe und zur so genannten Glatthornbahn (4er Sessellift). Kurz vor der Bahn nach links über den Bach. Die latschenbestandene Steilstufe an ihrem Anfang in einer links-rechts Schleife überwinden und über eine Rampe leicht zum Schlusshang und hinauf in den Sattel am Südwestgrat. Am Grat mit den Ski so hoch wie möglich, die letzten Meter über den schmalen Grat zu Fuß zum Gipfel. (700 HM, Schwierigkeit 2 ). Abfahrt: Wie Aufstieg.

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Bergsteigerdorf Grünau im Almtal

Eine sehr steile und anspruchsvolle Angelegenheit ist die Abfahrt vom Schermberg nach Norden über die „Grundmauern“ in die Hetzau und weiter zum Almtalerhaus. Bei guten Verhältnissen und entsprechendem skifahrerischen Können ist diese prächtige Abfahrt sehr lohnend.

Vom Almtalerhaus (Zufahrt erst ab Anfang Mai) geht es über eine Forststraße durch die Hintere Hetzau. Dort von der Talstation der Materialseilbahn leicht ansteigend hinauf zu den Grundmauern. Mit Drahtseilen gesichert überwindet man zu Fuß den Felsriegel, bevor es durch schütteren Wald nordöstlich hinauf zur Welser Hütte (1.726 m) geht. Weiter aufwärts durch das Fleischbankkar über eine Steilstufe bis zum Fuß des Sauzahns. Nun in das Kar zwischen Almtalerköpfl und Sauzahn und über einen Sattel auf den Gipfel (1.700 HM, 5-6 Stunden).

Die Abfahrt erfolgt wie der Aufstieg. Die Steilstufe, das „Hans-Bauer-Band“ ist oft ausgeapert. Dennoch sind die 1.300 HM Abfahrt vom Gipfel bis zu den Grundmauern für gute Skifahrer besonders im Frühjahr ein Genuss.

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Bergsteigerdorf Hüttschlag im Großarltal

Direkt von Hüttschlag in das Reitalmgebiet zur Reitalm. Von der Alm steigt man durch schütteren Wald in südöstlicher Richtung auf, bis man kurz nach dem Verlassen des Waldes zu einer Hütte gelangt. Weiter parallel zur Gossenwand aufwärts, zuletzt steil auf den Grat und über diesen in felsigem Gelände zu Fuß auf den Gipfel (1.150 HM, 3,5 Stunden)

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Bergsteigerdorf Jezersko

800 m, 2 h (Aufstieg)

Die Skiabfahrt vom schönsten Aussichtspunkt Jezerskos ist im Winter sehr beliebt, insbesondere nach starkem Schneefall (von November bis März). Das Gebiet ist stark bewaldet und nicht lawinengefährdet. Die Tour beginnt man am Anfang der Ravenska Kočna – über die Langlaufloipe. Zur Jenkova planina / Jenk Alm führen zwei Aufstiegsmöglichkeiten. Der erste, steilere Weg beginnt kurz vor dem Davo Karničar Bergsteigerzentrum, auf der linken Seite. Man zweigt von der Loipe links ab und nach cirka 50m nochmals links, durch etwas Gestrüpp, wo man bald ein kleines Bachbett quert. Dann geht es durchwegs rasant nach oben. Man sollte diese Variante, die ausschließlich für den Aufstieg dient, nur in Angriff nehmen wenn sie schon gespurt ist, um sich im unbekannten, unmarkierten Gelände nicht zu verirren. Die zweite Aufstiegsmöglichkeit verläuft entlang des markierten Normalweges und nimmt seinen Ausgang ebenso über die Loipe. Beide Routen treffen nach cirka einer Stunde auf der Jenkova planina zusammen. Von der Alm begibt man sich auf einen schmalen und steilen Weg durch den Wald, der direkt zum Gipfel führt (im Sommer). Auf halber Höhe quert man nach rechts in offeneres Gelände auf der österreichischen Seite. Die schönste Skiabfahrt bietet sich vom Gipfel über die Wiesen des Aufstiegs, hinunter bis zur Alm. Weiter geht es kurz der Aufstiegsspur entlang, und sofort nach eintauchen in den Wald, links haltend durch den lichten Buchenwald zwischen Jenkova planina und Markunova bajta ins Tal.

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Bergsteigerdorf Johnsbach im Gesäuse

Bekanntes und beliebtes Skitourenziel im Johnsbachtal. Leichtere Skitour (1.020 HM, 2,5 Stunden), allerdings mit zwei anspruchsvolle Stellen unterhalb des Leobner Törls sowie am Gipfelhang.

Vom Gschaidegger über die Forststraße ostwärts und dann südwärts im Graben zu den Hütten der Grössingeralm. Nach Süden führt eine markante Rinne (Sautrog) zum Leobner Törl (1.739 m), von wo man südlich entlang der Leobner Mauer in einem großen Linksbogen auf den Gipfel aufsteigt. Die Abfahrt erfolgt je nach Verhältnissen ins Leobnerkar oder entlang der Aufstiegsspur durch den Sautrog.

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Bergsteigerdorf Kreuth

Stilles Winteridyll

Den Weg durchs Schwarzenbachtal muss man sich noch mit Winterwanderern und Rodlern teilen, doch spätestens nach dem Abzweig zu den Rauhalmen wird es einsam. Der Almkessel unter dem Seekarkreuz hält Winterschlaf unter der Schneedecke, nur der Bach mäandert mit leisem Plätschern durch sein Bett mit Felsbrocken, die weiße Hauben tragen.

  • Schwierigkeit: mittel (rot)
  • Aufstieg/Abstieg: 800 Hm
  • Distanz: 15 km
  • Dauer: 5 Std.

Tipp: Auch als Schneeschuhtour eine feine Sache.

Route:

Vom Parkplatz Schwarzentenn nimmt man je nach Lust und Laune den links oder rechts des Baches nach oben führenden Weg. Den Abzweig zur Buchsteinhütte lässt man links liegen, folgt stattdessen noch ein kurzes Stück der Forststraße und biegt dann nach der Schwarzentennalm zu einer Hütte (links auf der Anhöhe) ab. Teils auf Forstweg, dann wieder zwischen den Bäumen geht es aufwärts bis zum idyllischen Kessel der Rauhalmen. Dort hält man sich rechts und zieht über den ungeräumten, aber gut im freien Gelände sichtbaren Kamm nach links zum Gipfel.
Wer noch „Schmalz“ hat und in den Genuss einer zusätzlichen Abfahrt kommen will, fährt vom Kamm nach Westen zur Lenggrieser Hüt- te ab, wo nach einer Stärkung ein letztes Mal aufgefellt wird für den Rückweg zum Kamm (200 Hm), um anschließend über den Auf- stiegsweg ins Schwarzenbachtal abzufahren.

Einkehr auf der Tour: Lenggrieser Hütte, Schwarzentennalm

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Bergsteigerdorf Lesachtal

Ausgangspunkt dieser Skitour ist Liesing.

Ausgesprochen schöne Skitour. Ausgangspunkt ist der Parkplatz beim Mühlenstüberl in Obergail. Anfangs marschiert man die Almstraße bis zum Obergailerbach (Brücke). Dort teilt sich der Weg und man folgt dem rechten, vorbei an der Madonna bis man nach ca. 1 Stunde Gehzeit in das freiere Gelände der Obergailer Alm gelangt. Nach einigen Metern verlässt man den Almweg an einer Wegtafel (Enderberghütte) nach rechts und steigt zur Enderberghütte auf. Durch einen breiten Kessel führt die Tour stetig höher. Allerdings ist auf die steilen Hänge links und rechts ein wenig Acht zu geben. Kurz vor der Raudenscharte verlässt man den Kessel nach links zu einer Anhöhe (Testekogel). Über einen steilen Grat mit mehreren Spitzkehren gelangt man schließlich zum höchsten Punkt der Tour. Die Aussicht in die südlichen Karnier, Peralba, Avanza und Chiadenis ist beieindruckend (1.100 HM, 3,5 Stunden).

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Bergsteigerdorf Lunz am See

Von Lackenhof aus kann man zuerst mit dem Ötscher Sessellift zum Ötscher-Schutzhaus auffahren und erspart sich nicht nur den Aufstieg über die Skipiste sondern auch 1,5 Stunden Gehzeit. Vom Ötscher-Schutzhaus im Bereich des ehemaligen Schleppliftes zur Kammhöhe und von hier zuerst nordseitig und später in Kammnähe entlang des markierten Weges zum Gipfel (500 HM, 1,5 Stunden).

Vom Gipfel des Ötschers bieten sich verschiedene Abfahrtsvarianten an, die zum Teil sehr steil sind und bis zu 1.000 Meter Höhendifferenz aufweisen. Am Lohnendsten sind diese Steilabfahrten natürlich bei Firn.

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Bergsteigerdorf Mallnitz

Perfekte Hochwinter- und Einstiegstour, die direkt vom Ortszentrum des Bergsteigerdorfs Mallnitz bzw. vom Bahnhof gestartet werden kann. Aufstieg und Abfahrt erfolgen entlang der Schneise der ehemaligen Skipiste und sind aufgrund der Lage im bewaldeten Gelände weitgehend lawinensicher. Von der Häusleralm könnte sogar noch bis zum Lonzaköpfel (2.317 m) aufgestiegen werden, hierfür sind aber perfekte, sichere Bedingungen unbedingt notwendig!

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Bergsteigerdorf Malta

Schöne und unschwierige Skitour mit besonders schöner Abfahrt über die Faschaunerleiten. Von der Kramerhütte geht es in nördlicher Richtung entlang des Feistritzbaches in die Faschaun und weiter hinauf zur Eggenhütte (2.161 m). In einem großen Linksbogen quert man die Ostflanke, die Faschaunleiten, und gelangt schließlich über den markanten Südrücken zum Gipfel (1.000 HM, 2,5 Stunden).

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Bergsteigerdorf Matsch

Der Upikopf gilt unter den Matscher Skitouren als leichteste Tour.

Wir starten vom Glieshof über die Wiese hinauf bis zu einer Zaunlücke. Dort folgen wir dem Forstweg über den Ramudelgraben auf die andere Talseite und dem Weg ins Upital bis zur Upialm (2.225 m). Immer geradeaus weiter, bis das Tal von einem Felsriegel abgesperrt ist. Wir überwinden diesen links und steigen auf zum nächsten flachen Boden. Wir folgen dem Tal am linken Rand, bis sich ein Kessel vor uns auftut. Jetzt überblicken wir den weiteren Anstieg zum Upikopf, der sich über mäßig steile Hänge und Buckel fortsetzt. Wir peilen nun das rechts vom Gipfel liegende Pleisenjöchl (3.111 m) an. Kurz vor dem Jöchl erreichen wir schräg links den Gipfel.

Höhenunterschied: 1.400 m
Zeit: 4 h

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Bergsteigerdorf Mauthen

Herrliche nicht zu lange Tour in traumhafter Landschaft.

Anfahrt und Aufstieg bis zur Oberen Valentinalm wie in der Beschreibung zum Rauchkofel. Ab der Oberen Valentinalm im freien Gelände westwärts das Tal hinein bis auf eine Höhe von ca. 1.650m. Nun hält man sich nordwestlich und erreicht über sehr schöne Hänge das Wodnertörl auf 2.059 m.

Abfahrt wie Aufstieg zur Oberen Valentinalm. Von hier leicht rechts haltend zuerst über schöne, freie Hänge und über die Forststraße zurück zum Ausgangspunkt (ca. 1.000 HM, 2 bis 3 Stunden).

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Bergsteigerdorf Ramsau bei Berchtesgaden

Zunächst geht es auf der Forststraße (Weg-Nr. 486) zur Eckaualm, nun über die Mitterkaser-Diensthütte in Richtung Stanglahnerrinne zur Hochalm (1.500 m). Von hier über kupiertes Gelände zu Füßen der Schärten- und Blaueisspitze zum höchsten Punkt dieser wunderschönen Skitour.

  • Länge einfach: 6,5 km
  • Höhendifferenz: 1.350 m
  • Zeit gesamt: 3 ½ Std.
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Ausgangspunkt: Parkplatz Pfeiffenmacherbrücke

Partnerbetriebe in unmittelbarer Nähe zum Ausgangspunkt

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Bergsteigerdorf Region Sellraintal

Seit der „Erfindung“ des Skitourengehens in Tirol gehört der Rote Kogel im Fotschertal zum fixen Programm der Winterbergsteiger. Im ältesten Tiroler Skitourenführer aus dem Jahre 1910 ist er mit Ausgangspunkt vom weit entfernten Bahnhof Kematen mit einer Gehzeit von 9 Stunden beschrieben.

Heute macht man es nicht mehr so kompliziert und startet bei der Eisbrücke oberhalb der Ortschaft Sellrain und wandert gemütlich ins Fotschertal bis zur Potsdamer Hütte, einem idealen Stützpunkt für eine Reihe weiterer Skitouren.

Beliebt im Fotschertal ist auch das Fotscher Windegg (2.577 m) mit der Abfahrt über die Almindalm, dessen sanfte Hänge bei richtiger Spurwahl kaum lawinengefährdet sind.

Gehzeiten: Sellrain, Eisbrücke (1.192 m) – Bergheim Fotsch – Potsdamer Hütte (2.020 m) 2 – 2,5 Stunden – Roter Kogel (2.832 m), insgesamt 4 bis 4,5 Stunden, 1.700 Hm.

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Die Bergsteigerdörfer Sachrang und Schleching am Geigelstein

Einfache, landschaftlich herrliche und entsprechend beliebte Skitour mit geringem Lawinenrisiko, jedoch anfangs hohem Forstweganteil.

Die einfachere Westroute ist bei Skitourengehern, Winterwanderern und Schneeschuhfans gleichsam beliebt. Es locken ein aussichtreicher Gipfel, geringe Lawinengefahr und eine ganzjährig geöffnete Hütte. Leider führt der Anstieg zunächst lang über den Forstweg, dafür lohnt sich die große Mulde unter dem Gipfel skifahrerisch sehr!

Tipp: Noch mehr Abfahrtsvergnügen gibt’s mit dem zusätzlichen Aufstieg zur Mühlhornwand (200 Hm extra).

  • Länge: 16,4 km
  • Höhendifferenz: 1.090 Hm
  • Anspruch: technisch einfach, mittlere Kondition
  • Lawinengefahr: bei richtiger Spurwahl gering (Variante mit Mühlhornwand: gering bis mittel)
  • Exposition: West bis Süd
  • Ausgangspunkt: Geigelstein-Parkplatz Sachrang (alternativ Parkplatz Huben / Innerwald)
  • Beste Jahreszeit: Januar bis März

Aufstieg: Vom Parkplatz über die breite Forststraße Richtung Priener Hütte (ausgeschildert). Nach 3,4 km zweigt auf 1.015 m nach einer kleinen Rechtskurve ein Weg nach links hinauf ab, der bald darauf über einen freien Hang zur Talalm (1.119 m) und weiter – den Forstweg abkürzend – schräg nach rechts oben zum Waldrand führt. Jetzt wieder dem Fahrweg lawinensicher bis zur Priener Hütte folgen. Von der Hütte Richtung Norden in den Kessel der Oberkaseralm (1493 m). Bei Lawinengefahr großzügig Abstand zu den steileren Hangbereichen rechts halten! Im Kessel wendet sich die Route dann nach Ostnordost in eine weite Mulde hinauf zum Geigelstein-Sattel (1715 m). Ab hier geht es wegen der hohen Latschen meist zu Fuß weiter zum Gipfel (1808 m).

Abfahrt:

  1. Wie Aufstieg
  2. Variante Mühlhornwand (mit 200 hm Gegenanstieg).
    Von der Bergwachthütte im Kessel der Oberkaseralm führt die Route zuerst Richtung Südwesten zur Sulzingalm und dann nordwärts über einen Rücken zum Kamm hinauf. Hier links zum Gipfel (1658 m). Abgefahren wird in südwestlicher Grundrichtung über die Schreckalm und auf breiten Waldschneisen hinunter zur Forststraße Richtung Talalm. Die weitere Abfahrt folgt der Aufstiegsroute.

Weitere Informationen auf alpenvereinaktiv.com

Lange Skitour über eine ehemalige Piste und oben durch freies, stellenweise ziemlich steiles Gelände (je nach Variante zwischen 35 und 38 Grad).

Die Geigelstein-Ostroute ist deutlich anspruchsvoller als die harmlosere Westroute über die Priener Hütte. Oben steilen die Hänge deutlich auf und der Gipfelanstieg über den steilen Rücken wird bei schlechten Verhältnissen unangenehm. Landschaftlich reizvoll präsentiert sich die Tour oberhalb der Wirtsalm. Und dass der Geigelstein mit einer grandiosen Aussicht lockt, ist altbekannt.

Aufstieg: Vom Parkplatz westwärts über die Forststraße (= Rodelbahn; Achtung!) auf die ehemalige Skipiste und dann hinauf in freies Gelände. Vorbei am Berggasthaus Breitenstein und der Wuhrsteinalm (1.095 m, Einkehr) weiter in den Kessel zwischen Breitenstein und Geigelstein hinauf zur Wirtsalm (ca. 1300 m).

  • Anspruch: mittelschwer, im unteren Bereich leicht
  • Lawinengefahr: Mittel auf der Normalroute, wobei auch das Gelände um die Wirtsalm nicht als sicher gilt! Die steile Abfahrt über das Platt erfordert absolut sichere Verhältnisse.
  • Exposition: Ost und Süd
  • Ausgangspunkt: Geigelstein-Parkplatz in Ettenhausen (626 m)
  • Beste Jahreszeit: Dezember bis März

Die sicherste Route führt über einen Geländerücken. Etwa 100 m nach der Wirtsalm dreht man nach rechts ein (Norden) und steigt über eine steilere Stufe in den kleinen Kessel unter dem Geigelstein. In einem Linksbogen nun wieder nach Westen und durch eine steile Mulde hinauf in eine Scharte. Bei schlechten Verhältnissen bereits hier das Skidepot einrichten. Nun über eine Steilstufe den breiten Grat empor, etwas nach links ausweichen, um dann wieder direkt über den Rücken anzusteigen. Sind die Latschen gut eingeschneit, weicht die Spur häufig auch in die Westseite aus, wo man etwas flacher zum Gipfel aufsteigen kann.

Abfahrt:

  1. Über die Aufstiegsroute (am Gipfelrücken herrschen selten gute Abfahrtsbedingungen).
  2. Direkt vom Gipfel sehr steil nach Süden über das sogenannte Platt. Noch ehe es in eine trichterförmige Steilmulde (etwas links im Hang) hinuntergeht, zielt man vor einem Köpferl nach rechts hinaus und trifft wieder auf die Aufstiegsroute.
  3. Häufig wird auch westseitig zur Priener Hütte abgefahren und von dort wieder zum Grat zwischen Geigelstein und Breitenstein aufgestiegen. Vom Grat steile Abfahrt nach Osten zur Wirtsalm (diese Abfahrt beim Aufstieg schon anschauen).

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Bergsteigerdorf St. Jodok, Schmirn- und Valsertal

Die Vennspitze gilt als einfache, relativ sichere und stark frequentierte Skitour. Der Ausgangspunkt befindet sich am Padauner Sattel, der vom Valsertal aus mit dem Auto (häufig Kettenpflicht) erreichbar ist.

Die Tour ist fast immer gespurt, direkt vom Parkplatz in Padaun startet man in Richtung Südosten über eine Wiese bis zum Waldrand. Anschließend sollte man die extra für die Tourengeher ausgeholzte Waldschneise für den Aufstieg benützen, damit im dichteren Wald die Tiere nicht aufgejagt werden. Ab der Waldgrenze ist der pyramidenförmige Gipfel bereits sichtbar (800 HM, 2 Stunden).

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Bergsteigerdorf Steinbach am Attersee

Rundtour um das Hochleckenhaus:

Eine besonders schöne und lohnende Gipfelrundtour. Die Skitour führt zum Teil über kuppiges Gelände mit schönen Abfahrten. Zuerst entlang der Wintermarkierung Richtung Rieder Hütte und weiter in den Steinbacher Paffengraben. Über den Südost-Rücken auf den Salzberg. Vom Gipfel Abfahrt in westlicher Richtung, vorbei an der Bergrettungshütte auf den Almboden der Brennerin, von wo man nach kurzem Anstieg schließlich den Gipfel des Dachsteinblicks erreicht. Zurück auf den Almboden und nach einer schönen Abfahrt hinunter in den westlichen Teil des Steinbacher Pfaffengrabens, folgt der Anstieg zu den Hütten der Gaisalm. In großem Bogen führt die Skitour zurück zum Hochleckenhaus.

Dauer der Rundtour ca. 3 – 4 Stunden.

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Bergsteigerdorf Steirische Krakau

Traumhafte, aber anspruchsvolle Skitour, die gutes Können und stabile Verhältnisse erfordert. Vor allem die Gratüberschreitung bis zum Gipfel des Rotecks ist sehr schwierig. Von der Klausnersäge folgt man dem Wanderweg 792 in den Rantengraben. An der Weggabelung zweigt man in Richtung Prebergraben ab und über den nur leicht ansteigenden Weg geht es bis zum Talschluss zwischen Moarhütte und Möslhütte. Dort nach links abzweigen und durch den Wald in der aus dem Talschluss hinaus führenden Rinne aufsteigen, weiter nach Westen queren und dann wieder in einer Rinne aufsteigen, bis man in das eigentliche Moarkar gelangt. Von dort über einen Höhenrücken zum Südostgrat des Rotecks und in dessen südwestseitiger Flanke hinauf. Dann auf den Grat ausqueren und nun südwestlich auf dem Grat zum Vorgipfel und eventuell noch weiter bis zum Gipfelkreuz (1.400 HM, 5 Stunden). Entlang der Aufstiegsspur abfahren.

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Bergsteigerdorf Tiroler Gailtal

Von St. Oswald (Kartitsch) steigt man entlang des Gailtaler Höhenweges unschwierig zum Dorfberg auf (Liftunterstützung möglich). Nun führt die Tour in östlicher Richtung bergauf und bergab zum Pfanneck und schließlich zum Golzentipp. Die Abfahrt vom Gipfel wählt man in südöstlicher Richtung über Bukelin und Gripp in das Skigebiet von Obertilliach (1.000 HM, 5 Stunden).

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Bergsteigerdorf Vent im Ötztal

Seit dem Winter 2004 ist die klassische Skirundtour in den Ötztaler Alpen wieder möglich. Alle dafür notwendigen Schutzhütten (Martin Busch Hütte, Vernagthütte, Similaunhütte, Hochjoch-Hospiz) sind von Mitte März bis Ende Mai bewirtschaftet. Ausgangspunkt für die große 5-tägige Skirundtour ist das Bergsteigerdorf Vent. Eine Woche lang mit den Tourenski von Hütte zu Hütte marschieren und dabei auf den höchsten Gipfeln der Ötztaler Alpen zu stehen, lässt das Herz eines jeden Alpinisten höher schlagen.

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Bergsteigerdorf Villgratental

Ausgangspunkt ist der Versellerberg im Winkeltal bei Außervillgraten. Auf steiler Straße gelangt man zu den höchsten Bauernhöfen auf fast 1.700 m. Von dort startet die Skitour über einen Forstweg, bis man an der Waldgrenze auf die freien Almflächen der Verselleralm gelangt. Zuerst in nordwestlicher, dann in westlicher Richtung zum breiten Gratrücken. Über diesen aufwärts, bis er steiler und felsiger wird. Hier nach links in die wesentlich flachere Westflanke queren und über diese zum Gipfel (ca. 1.000 HM, 3 Stunden).

Die Tour ist den gesamten Winter über möglich, die vorwiegende Hangrichtung ist Südost.

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Bergsteigerdorf Weißbach

Das Seehorn nördlich des Dießbachstausees ist ein prächtiger Ski- und Aussichtsberg. Von Hintertal über die Weißbachalm bis zur Kallbrunnalm (siehe Hochkranz). Nun ostwärts über den leicht abfallenden Almboden durch eine bewaldete Mulde auf den Seekopf zu. Westseitig am Seekopf vorbei und in großem Bogen auf den Gipfel des Seehorns. Mittelschwere Skitour (ca. 1.300 HM).

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Bergsteigerdorf Zell - Sele

Kurze Skitour auf eine typische Karawanken-Niederalm mit herrlicher Aussicht.

Auf der nicht geräumten Mautstraße zum Koschutahaus bis vor den Wasserfall. Nun in einer Links-rechts-Schleife durch Wald über die Gefällestufe hinweg zum ehemaligen Alpenjäger-Schutzhaus. Links am Rande der Alm zu einer Forststraße, die zur Kobovnik-Alm mit Hütten führt. Schon vor den Hütten in der Almsenke hinauf in den Sattel zwischen Mejnik und Zelenc und nördlich zum höchsten Punkt der Almwiese (ca. 450 HM, 1 Stunde).

Abfahrt wie Aufstieg.

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