Ein Klettersteig ist ein mit Leitern, Eisenstiften, Klammern und Stahlseilen gesicherter Kletterweg am Fels. Aus den früheren Stahlseilabsicherung von Felspassagen bei Wanderwegen entwickelten sich mit der Zeit Klettersteige, die immer schwierigere Routen für Nicht-Kletterer begehbar machten.
Die zusätzlichen Eisentritte und Stahlseile in einen Klettersteig dienen einerseits der Fortbewegung, andererseits der Selbstsicherung mit einem sogenannten Klettersteigset.

Klettersteige sind auch unter der italienischen Bezeichnung Via Ferrata bekannt, was wörtlich Eisenweg bedeutet und den Charakter moderner Klettersteige sehr gut beschreibt.

Grünau im Almtal

Der im Sommer 2009 neu eröffnete Tassilo-Klettersteig führt auf den dritthöchsten Gipfel des Toten Gebirges, den Schermberg. Mit einer Länge von 1400 Metern und fast 600 Höhenmetern fordert dieser Klettersteig andere Grat-Klettersteig-Klassiker heraus.

Der Klettersteig ist von der Welser Hütte aus in ca. 20 min erreichbar. In rund 3 Stunden führt der Steig über typische Steinbänder zum Gipfel des Almtaler Köpfels, über den Nord-Ost-Grat auf den Gipfel des Schermbergs. Die durchgehend gesicherte Steiganlage mit ca. 1.400 m Länge und 600 Höhenmetern im Schwierigkeitsgrad C besticht mit wunderschönen Tiefblicken und ausgesetzten Gratpassagen (3 Stunden).

Tipp: Klettersteigsets können auf der Welser Hütte ausgeliehen werden.

Der Bert-Rinesch-Klettersteig führt vom Prielschutzhaus über die Nordostwand auf den Gipfel des Großen Priel. Aufgrund seiner Länge (1.300 m) und der schwierigen, steilen Kletterpassagen (C/D) ist dieser Klettersteig sicherlich eine besondere Herausforderung für jeden Klettersteiggeher.

Der Steig führt über beeindruckende feste Fels- und Wandformationen, Leitern und viele ausgesetzte, zum Teil auch überhängende Teilstücke. Möglichkeiten zum Ausrasten bieten sich nur wenige, auch Ausstiegs- und Fluchtwege gibt es erst im oberen Teil des Klettersteigs.

Für Anfänger und Kinder ist der Bert-Rinesch-Steig nicht geeignet, besondere Vorsicht ist vor allem bei Nässe geboten!

Hüttschlag im Großarltal

Am Saukarkopf in Großarl wurde im Sommer 2005 im Auftrag der Familie Knapp von der Saukaralm in enger Zusammenarbeit mit der Ortsgruppe Großarl/Hüttschlag des OeAV der Klettersteig „Bella Cascinaia“ errichtet: Ein kurzer, aber landschaftlich sehr schöner und anspruchsvoller Sportklettersteig führt auf den Saukarkopf, den 2.048 m hohen Hausberg von Großarl. Steil ragt die Westwand über den saftigen Almwiesen auf und führt in schöner und abwechslungsreicher Kletterei auf den Gipfel. Von diesem bietet sich ein wunderschöner Ausblick auf Hochkönig, Dachstein und die Gipfel der Ankogelgruppe.

Die Steiganlage in schönem Fels ist bestens versichert und eine kleine Seilbrücke bietet eine luftige Herausforderung. Begehung nur mit entsprechender Erfahrung und Ausrüstung möglich.

Achtung: Benützung des Klettersteiges auf eigene Gefahr und Risiko. Ausrüstungsverleih bei den heimischen Sportfachgeschäften.
Informationen über Zustieg, Routenverlauf, Verhaltensregeln, etc. erhalten Sie beim Tourismusverband Großarltal, Tel. +43/(0)6414/281, und direkt bei der Saukaralm, Tel.: +43/(0)664/53 18 692.

Zustieg

Von Großarl hinauf zum Bauernhof Vorderstadluck (45 min, Parkmöglichkeit), dann über den markierten Wanderweg zur idyllischen Saukaralm. Von der Alm folgt man einige Minuten dem Normalweg zum Gipfel, bevor ein Schild „Klettersteig“ den Weg zum Einstieg weist.

Routenverlauf

Zu Beginn geht es über einen großen Pfeiler in zunehmender Schwierigkeit aufwärts, dann rechts über die leicht überhängende Pfeilerkante zur Schlüsselstelle kurz vor dem Pfeilerkopf (D/E). Gleich darauf gelangt man mit Hilfe einer Zweiseilbrücke über einen luftigen Abgrund hinüber zur Hauptwand. Hier über eine steile Wandstelle weiter aufwärts, bevor der Steig – nun weniger schwierig – über eine schöne plattige Passage führt. Nachfolgend geht es an einer kleinen Kante steil hinauf (C/D). Kurz etwas leichter über ein Flachstück, gelangt man schließlich an einer weiteren Kante zum letzten, schwierigen Teilstück des Klettersteiges. Weiter unschwierig in flacherem Gelände zum Ausstieg.

Abstieg

Vom Ausstieg folgt man dem Grat bis zum Gipfelkreuz. Vom Gipfel gelangt man nach rechts über den markierten Normalweg zur Saukaralm, die sich hervorragend für eine gemütliche Rast anbietet. Anschließend über den Aufstiegsweg zurück nach Vorderstadluck bzw. nach Großarl.

Quelle: Klettersteigführer Österreich, www.bergsteigen.at

Über die Einstiegsplatte (B u. B/C) zur Abzweigung des Gletschergoaßsteiges. Dann links von einem Dachüberhang aufwärts (C und C/D) und im Zick-Zack über schöne, steile Platten (C bis D) bis zu einer senkrechten Wand, welche die 1. Schlüsselstelle bildet (D/E, ein Griffbügel). Nach einem erdigen Grasband folgt die 2. Schlüsselstelle (D/E, sehr steil u. Kraft raubend, zwei Griffbügel). Danach etwas weniger steil über Platten (C bis D) nach links und in einer Querung (B bis C) zu einem tw. überhängenden und sehr ausgesetzten Pfeiler (C/D und D), über welchen man – zuletzt mit einer Querung – die Seilbrücke erreicht. Nach dieser über den kurzen Ausstiegspfeiler (C ) zur Aussichtskanzel (Gitter).

Abstieg: 35 Min. von der Aussichtskanzel kurz aufwärts in den Wald und dem markierten Steiglein folgen zu einer schönen Almwiese. Hier trifft man auf den rot/weiß markierten Hundegg-Wanderweg (Nr. 55), über welchen man nach Hüttschlag absteigt.

Der 2012 errichtete Klettersteig “Franzl” führt nach dem Übungsklettersteig über eine Felsrampe empor. Vor dem senkrechten Stück durch die Wand sollte man sich unbedingt noch eine Rast auf der aussichtsreichen Bank gönnen. Die kraftraubenden D-Stellen sollten nicht unerschätzt werden.

Abstieg: Nach dem Ausstieg folgt ein kurzer Anstieg zum markierten Weg, und in 45 Min. gelangt man hinunter nach Hüttschlag.

Quelle: Klettersteig-Atlas Österreich, 2009, von Kurt Schall, Klettersteig “Franzl”: Sepp Kendler

Johnsbach im Gesäuse

Der Wasserfallweg ist der wohl schönste Zustieg zur Heßhütte. Bereits 1877 erfolgte die erste Begehung durch Heinrich Heß und seine Gefährten. 1891/92 wurde dann die gesicherte Steiganlage errichtet, heute ist der älteste Klettersteig der Ennstaler Alpen generalsaniert und bietet eine landschaftlich besonders reizvolle Tour.

Von der Kummerbrücke, die in unmittelbarer Nähe der gleichnamigen Bahnhaltestelle liegt, geht es durch den Wald auf dem Weg Nr. 660 ins so genannte “Kummer”. Über Felsstufen geht es direkt unter dem Wasserfall nach Westen und entlang einer Felswand zur ersten Leiter. Weiter hinauf über einen lärchenbestandenen Steilhang zur “Kanzel”. Hier eröffnen sich erste Tiefblicke ins Ennstal, bevor es auf dem mit Stahlseilen und Klammern versicherten Steig zur “Emesruh ́” geht. Weiter über Leitern zum Ausstieg. Von dort leicht ansteigend zur Ebersangeralm (1.483 m) und weiter zur Heßhütte.

Die Klettersteige im Alpinpark Johnsbach wurden von der Sportagentur “absolute outdoors” errichtet. Aufgrund des kurzen Zustiegs eignen sich die Klettersteige auch bei unsicherem Wetter. Geklettert wird auf drei verschiedenen Varianten: ein schwerer Klettersteig (D) der über einen überhängenden Block und dann über einen Pfeiler führt, eine leichtere Variante (C/D) mit einem Überhang im Einstieg und als dritte Möglichkeit die Umgehung des Einstiegsüberhangs (B/C).

Lesachtal

Wunderschöner und nicht allzu schwerer Schluchtklettersteig mit kurzem Zustieg. Der abwechslungsreiche Klettersteig führt durch die Millnatzenklamm und ist mit seinen Seilbrücken besonders für grössere Kinder eine tolle Herausforderung und ein wunderschönes Erlebnis.

Von Klebas geht es über Tscheltsch zum Parkplatz bei den Ladstatt Häusern. Nun links auf der Straße leicht ansteigend zum Bachbett und links vom Bach auf einem Pfad zum Einstieg. Der Steig führt stets durch die Klamm und man quert mehrfach den Bach auf Seilbrücken. Besonders an heißen Sommertagen ist diese erfrischende Tour sehr zu empfehlen.

Die Millnatzenklamm kann man auch gut als Canyoningtour begehen. Die südseitige Ausrichtung und die angenehmen Wassertemperaturen gaben ihr den Namen, Sonnentanz.

Die Ausrüstung für den Klettersteig können sie bei Mario Lugger (Tel.: +43/(0)676/3822421) oder direkt beim Bauernhof “Haus im Wiesengrund” unterhalb vom Bauernladen in Maria Luggau leihen.

„Weg der 26er“ (D+)

Dieser relativ neue Sportklettersteig, der durch die Nordwand der Hohen Warte führt, zählt zu den schwierigsten im gesamten Karnischen Kamm. Er wurde vom Jägerbatallion 26 des Österreichischen Bundesheeres errichtet.

Ausgangspunkt ist das Valentintörl (2.138 m), das entweder von der idyllisch gelegenen Wollayer See Hütte (1.959 m) oder von der unteren Valentinalm (1.220 m). aus erreicht wird. Vom Valentintörl geht es auf einem markierten Steig zum Einsteig. Der Klettersteig führt über Platten, durch Kamine und Verschneidungen zu einem großen Schotter- bzw. Schneefeld, wo er sich mit dem Koban-Brunner Weg vereinigt und über diesen zum Gipfel führt.

Lunz am See

Neuer und sehr gut abgesicherter Klettersteig. Nach dem steilen Einstiegspfeiler schließt sich eine 350 m lange Querung an, die mit spannenden Hochseilelementen, wie zum Beispiel Seilbrücken, aufwarten kann. Ausgangspunkt ist der Parkplatz am oberen Ende der Hochkarstraße.

Einstieg in Erzhalden unmittelbar östlich der großen Mendlingbachbrücke. Auf schmalem Steig durch lichten Wald zur Steilrinne mit der ersten Seilsicherung. Danach Querung nach rechts zu senkrechter Wandstufe, die ohne Steighilfe überwunden werden muss (klettertechn. Schwierigkeit im 2. Grad). Ein breites Band führt waagrecht nach links zur Gratkante, die knapp oberhalb der Blechgämse erreicht wird. Nach leichtem Gehgelände entlang des Rückens folgt eine kurze D-Kletterstelle über abdrängenden Fels. Die Kletterei über den höchsten Felsaufschwung des Grates wurde an der linken Gratseite mit Eisenklammern und einem senkrechten Seil entschärft (Schwierigkeit C). Oberhalb könnte in freier Kletterei der Ausstieg aus dem Felsgelände erreicht werden, doch die Steiganlage führt auf sanft fallendem Felsband nach rechts zu senkrechten Felswänden an der Südseite des Mendlingsteins. Gleich hinter der Felsecke folgen die sehr ausgesetzte Querung einer glatten, abschüssigen Felsplatte und der kurze Aufstieg zur leicht überhängenden Schlusswand. Diese wird kraftraubend in direktem Anstieg auf Eisentritten mit Seilhilfe überwunden (Schlüsselstelle, Schwierigkeit D), und knapp oberhalb der Gipfel der vordersten Gratkuppe des Mendlingsteins erreicht (ca. 850 m, Steigbuch). 350 HM, 1,5 Stunden. Abstieg auf gleicher Route.

Mallnitz

Säuleck Südgrat (3.086 m)

Mit zahlreichen anregenden Kletterpassagen und nur wenig verbautem Eisen bietet dieser Klettersteig ein luftiges und außergewöhnliches Klettererlebnis.

Auf dem Normalweg ist der Gipfel des Säulecks relativ einfach zu erreichen, der Klettersteig über den Südgrat sollte aber nicht unterschätzt werden. Der durchwegs anspruchsvolle Klettersteig ist sehr gut gesichert, es wurden aber aufgrund der Lage im Nationalpark keinerlei Trittstifte, Eisenleitern etc. installiert! Außerdem befindet er sich in hochalpinem Gelände und erreicht an mehreren Kletterpassagen den Schwierigkeitsgrad E. Am Klettersteig selbst gibt es keinen Fluchtweg, nach Wetterstürzen ist oft mit Vereisung und Schnee zu rechnen. Bei der Einschätzung der Wettersituation sollte man daher besonders umsichtig sein. Nähere Auskünfte dazu erhält man beim Arthur-von-Schmid-Haus bei dem man auch die Klettersteig-Ausrüstung leihen kann. Eine Übernachtung auf diesem ist nicht nur aufgrund des langen Zustiegs vom Tal sehr empfehlenswert.

Zustieg

Vom Arthur-von-Schmid-Haus (2.272 m) folgt man zuerst nördlich dem markierten Normalweg auf das Säuleck, bis man nach etwa einer Stunde Gehzeit bei einer markanten Platte, die mit einer gelben Tafel markiert ist, vom Weg abzweigt. Steinmänner und eine rote Markierung weisen den Weg zur bereits gut sichtbaren Einstiegsrampe, die in ca. 30 Minuten vom Normalweg aus erreicht wird.

Routenverlauf

Vom Einstieg führt der Klettersteig in mittlerer Schwierigkeit mit einzelnen kniffligen Stellen (D) über eine steile Rampe und weiter über Schutt und Gehgelände zum ersten Wand ́l. Steil und durchgehend schwierig (mit einzel- nen Stellen E) hinauf über dieses zum zweiten Wand ́l. Nach diesem gelangt man, nun etwas leichter, zuerst zum Wandbuch und danach auf den stark gezackten Südgrat. Der Südgrat führt steil und durchgehend anspruchsvoll aufwärts. Im Mittelteil des Grates erklimmt man einen großen Pfeiler, um danach wieder kurz abzusteigen bevor es nach einem kurzen Überhang steil bergauf geht. Anschließend erreicht man etwas leichter (B/C) über Platten schließlich den ausgesetzten Westgrat, bevor man an einer Nische und zwei ausgesetzten Pfeilern vorbei auf das Biefhörndl (sehr luftig) und weiter auf den Gipfel des Säulecks gelangt.

Abstieg

Über den Normalweg in den Bereich des Grazer Schartls und später wieder auf dem Zustiegsweg hinunter zum Arthur-von-Schmid- Haus.
Vom Grazer Schartl kann man noch weiter in Richtung Mallnitzer Scharte gehen und über den oberhalb des Dösener Sees gelegenen Blockgletscher absteigen.

Quellen: www.kletterzentrum.moelltal.at, www.bergsteigen.at, Klettersteigführer Österreich

Malta

Der Detmolder Grat bietet ebenfalls einen hochalpinen und anspruchsvollen Anstieg auf die Hochalmspitze. Leichte Kletterstellen, steile Schneefelder und Gletscherberührung erfordern alpine Erfahrung und die entsprechende Ausrüstung. Der Aufstieg vom Gößkarspeicher erfolgt wie bei der Schneewinkelspitze. Bei der Weggabelung nun weiter aufwärts zur Lassacher Winkelscharte (2.858 m) und über den Klettersteig am Detmolder Grat (Schwierigkeit C) auf den Gipfel (1.700 HM, 8-10 Stunden). Abstieg über den Normalweg (Rudolstädter Weg).

Der Fallbach-Klettersteig bietet ein Klettererlebnis der besonderen Art: an Kärntens höchstem Wasserfall führt der Sportklettersteig mit viel Luft unter den Sohlen, atemberaubenden Tiefblicken und Perspektiven aufwärts.

Der Steig ist bestens abgesichert: Neben einem Sicherungsseil, in welches die Karabiner des Klettersteigsets eingehängt werden, erleichtert ein dickeres Handlaufseil an steilen Stellen den Aufstieg. Der Klettersteig ist trotz der hervorragenden Absicherung nur geübten Klettersteiggehern zu empfehlen. Der Steig ist vor allem im zweiten Teil sehr anspruchsvoll, daher sollte bei Schwierigkeiten nach dem ersten Teil die Ausstiegsmöglichkeit bei der Aussichtskanzel auf jeden Fall genützt werden.

Zustieg

Vom Parkplatz an der Landesstraße den Hinweisschildern in Richtung Wasserfall folgen. Kurz vor dem Wasserfall auf einem Steg auf die andere Seite des Baches wechseln und von hier in wenigen Minuten zum Einstieg.

Routenverlauf

Eine flache Querung (A) führt unschwierig zum ersten Aufschwung, bevor es in einer steilen Verschneidung (C/D) aufwärts geht. Nun wieder leichter über Platten (B/C) zu einem Absatz. Hier besteht die Möglichkeit eines Notausstieges, der jedoch weder markiert noch versichert ist. Über eine grasige Passage geht es zu einem Band, das man mit herrlichem Blick auf den Wasserfall quert, bevor man zur Schlüsselstelle des ersten Teils gelangt: Senkrecht geht es die plattige Wandstufe empor (D). Im Zickzack geht es weiter über steile Platten (C/D) aufwärts bis unter ein Dach. Unter diesem quert man nach links (C ), bevor man gerade hinauf zur Kanzel gelangt. Hier – vor dem schwierigen zweiten Teil (E) des Klettersteiges – bietet sich eine Ausstiegsmöglichkeit.

Zu Beginn des zweiten Teiles geht es mit Hilfe einer spektakulären, 15 m langen Dreiseilbrücke über einen Graben. Dann folgt ein kurzer steiler Aufschwung, der mit künstlichen Griffen erleichtert wird. Über glatte, plattige Passagen (D) gelangt man zu einer kurzen Querung (C ) und weiter über eine Rampe zu einem überhängenden Quergang. Diesem folgt eine senkrechte Kante, welche die Schlüsselstelle (E) des Steiges darstellt.

Weiter über ein schmales Band (D) und über eine schwach strukturierte Plattenrampe nach rechts aufwärts (C/D). Kurz über eine senkrechte Stelle und über Plattenstufen zu einem kleinen Überhang, an dem der letzte schwierige Aufschwung (D/E) erfolgt. Anschließend quert man in abfallender Schwierigkeit (erst B/C, dann A/B) nach links zum oberen Ende des Wasserfalls und weiter unschwierig zum Ausstieg (A).

Abstieg

Vom Ausstieg direkt über den so genannten „Schlüsselsteig“ absteigen. Hier sind einige kurze versicherte Stellen (A/B) zu überwinden. Ungefähr bei der Hälfte des Abstieges kann man nochmals zur Kanzel abzweigen und den be- eindruckenden Wasserfall bewundern. Von der Kanzel zweigt ein Steig (Versicherungen, Klettersteigset!) zum Einstieg des Klettersteigs ab.

Quelle: Klettersteigführer Österreich, www.bergsteigen.at

Mauthen

„Klabautersteig“

Atemberaubend, eindrucksvoll, spannend, abwechslungsreich, gar sensationell – all dies und vieles mehr trifft auf die Mauthner Klamm zu. In ihrer Einmaligkeit, den überhängenden Felsen, die kaum das Licht durchlassen, ihren sechs grandiosen Wasserfällen, den Strudeltöpfen, der „Steinernen Rinne“ und den stets wechselnden Felsformationen wird sie für jeden Besucher und jede Besucherin mit ein wenig alpinistischem Geschick zum Erlebnis.

Ausrüstung: Für Kinder und Klettersteig-Anfänger empfiehlt sich Klettersteigausrüstung.

Zustieg: Die Tour beginnt beim Waldbad in Mauthen (OeAV-Freizeitpark) und endet oberhalb des Ederwirtes an der Plöckenstraße.

Wegverlauf: Immer dem Bachbett folgen. Wo notwendig, die eingebohrten Trittstangen und –bügel sowie die Seilversicherungen verwenden. Im letzten Drittel gibt es einen Notausstieg zur Plöckenstraße.

Höhenunterschied und Gehzeit: 250 Hm; 2-3 Stunden.

Abstieg: Zu Fuß über den Römerweg in 2 Stunden nach Mauthen zum Ausgangspunkt.

„Weg der Jugend für den Frieden“

Der bequem auf einer Almstraße erreichbare Zollner mit der Almhütte und der Zollnersee Hütte ist Ausgangspunkt für diesen lohnenden, durchwegs versicherten Anstieg zum Hohen Trieb. Der Abstieg erfolgt auf einem ausgetretenen, unschwierigen Steig.

Ausrüstung: Für Kinder und Klettersteig-Anfänger empfiehlt sich Klettersteigausrüstung.

Zustieg: Über den Karnischen Höhenweg 403 bis zur Abzweigung und über den Weg 421 vorbei an der Quellfassung in steilen Serpentinen über den alten Militärsteig auf den Kleinen Trieb (2.095 m). 350 Hm; 1 Stunde.

Höhenunterschied: Klettersteig 100 Hm; 0,5 Stunde; insgesamt 460 Hm von der OeAV- Hütte zum Gipfel

Wegverlauf: Vom Kleinen Trieb (Fortsetzung Weg 421) steigt man südlich etwa 50 m (Stahlseilgeländer) in den Sattel ab, überschreitet diesen und gelangt direkt zu den Versicherungen. Nun immer entlang des felsigen und manchmal ausgesetzten, durchwegs mit Stahlseilen versicherten Kammes zum flacher werdenden Grat vor dem Gipfel. Von dort wenige Meter zum Gipfel.

Abstieg: Entweder wie Aufstieg oder über den markierten Steig zuerst westwärts auf den Grat absteigend, dann durch das Kar in den Trieb- Ke

Weitere Klettersteige im Bergsteigerdorf Mauthen:

Ramsau bei Berchtesgaden

Moderner Sport-Klettersteig mit homogener Schwierigkeitsverteilung (A-E) und kurzen Gehpassagen,

  • Wandhöhe 400 m
  • Klettersteiglänge 670 m
  • Start beim Parkplatz Königssee
  • Zustieg entlang der Bob- und Rodelbahn
  • Zeit: Durchstieg bis zum Gipfel 2-3 Std.

Mehr Infos unter www.klettersteig-gruenstein.de

Leichter, landschaftlich schöner Klettersteig, der auch für klettererfahrene Kinder geeignet ist. (Schwierigkeit A/B).

  • Gesamtdauer: 4-5 Std.
  • Durchstieg: 1 – 1 ½ Std.
  • Zustieg: Am kürzesten von der Jenner-Bergstation, zweiter Zustieg vom Parkplatz Hinterbrand.

Mehr Infos unter www.berchtesgaden.de

Moderner Sportklettersteig durch die 400 m hohe Ostwand, homogene Schwierigkeitsverteilung (C/D).

  • Zustieg von Ettenberg oder Maria Gern (2 ½ bis 3 Std.).
  • Durchstieg ca. 2 ½ Std.
  • Abstieg vom Stöhr-Haus zum Ausgangspunkt, ca. 3 Std.

Mehr Infos bei www.berchtesgaden.de

St. Jodok, Schmirn- und Valsertal

Stafflacher Wand (C)

Im Sommer 2012 wurde der Peter Kofler Klettersteig in der Stafflacher Wand in St. Jodok errichtet. Der Bau erfolgte im Einklang mit der Natur und gemäß der neuesten Richtlinien im Klettersteigbau.

Die 650 Meter lange Route zeichnet sich durch ihre Ortsnähe (Zustieg 15 Minuten), die mittlere Schwierigkeit (C, für sportliche Kinder ab 12 Jahren mit Klettersteigerfahrung geeignet), die einzigartige Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und seine optimale Routenführung aus.

Am Ende des Klettersteigs befindet sich ein „Gipfelkreuz“ und man erlebt einen umwerfender Aus-(Tief)-Blick auf das Schmirn- und Valsertal sowie die Brennerberge.
SALEWA-Sicherheitsausrüstung kann in St. Jodok bei Textil Eller (Montag bis Freitag) bzw. im Gasthof Lamm (Samstag und Sonntag) ausgeliehen werden.

Steinbach am Attersee

Seit dem Sommer 2012 gibt es auch im Bergsteigerdorf Steinbach am Attersee einen Klettersteig. Dieser lange Klettersteig, der eine entsprechende Kondition voraussetzt, führt aussichtsreich auf den Mahdlgupf (1.261 m). Aussichtsreiche Gratkletterei wechselt sich ab mit kurzen Steilstufen, die Schlüsselstelle (D) sowie die Schlusswand (C/D) fordern die Kraftreserven. Abschnittsweise lockeres Gestein, hier ist besonders auf nachsteigende Kletterer zu achten.

Von Weißenbach gelangt man in ca. 30 Minuten über den Nikoloweg in den Jaga-Wolferl-Graben zum Einsteig des 1.200 m langen Klettersteiges auf 650 m Seehöhe. Vom Einsteig geht es über gestuftes Gelände (A/B) aufwärts, nach einer kurzen C-Stelle wieder unschwierig zu einer Schlucht (B/C) und weiter aufwärts zur mächtigen “Weißen Wand”. Unterhalb dieser imposanten Steilwand geht es im Mittelteil des Klettersteigs mit steiler und ausgesetzter Kletterei weiter. Diese Passage ist meist auch im Sommer feucht und rutschig. Über eine einfache Hühnerleiter erreicht man die Schlüsselstelle des Steiges, den Schokoladen-Überhang (D). Nun weiter über die Betonwand (B) und einen kurzen steilen Aufschwung (C ) zum sogenannten “Wald”. Hier hat man bereits zwei Drittel der Höhenmeter bewältigt, es verbleiben aber immerhin noch 560 Klettermeter bis zum Ausstieg. Eine Rast ist hier deshalb empfehlenswert.
Ab dem “Wald” folgt ein langer Gratabschnitt mit wenigen kurzen, steilen Klettersteigpassagen (B/C, C) und atemberaubenden Tiefblicken auf das dunkle Blau des Attersees. Über die steile Schlusswand (eine kurze Stelle C/D) gelangt man zum Ausstieg direkt beim Gipfel.

Der Abstieg erfolgt über den Schoberstein zurück nach Weißenbach.
Wer noch ausreichend Kraft hat, kann in etwa einer Stunde (400 HM) über die Mahdlschneid zur Brennerin (1.602 m) aufsteigen. Von dort geht es über den versicherten Brennerriesensteig (A/B) hinunter zum Forstamt.

Topo auf www.klettern-attersee.at

Tiroler Gailtal

Nach dreimonatiger Bauzeit ist es der Gemeinde Kartitsch gelungen, einen sehr schönen und anspruchsvollen Klettersteig zu errichten. Der Klettersteig zeichnet sich durch seinen hochalpinen Charakter und steile Plattenkletterei aus. Es gibt außerdem keinen Notausstieg, weshalb gute Kondition, Klettersteigerfahrung und stabiles Wetter unabdingbar sind.

Vor allem zwei Täler sind für den Anmarsch zum Einstieg zu empfehlen, das Erschbaumertal und das Schöntal bzw. die nahe gelegene Filmoor Standschützenhütte eignet sich hervorragend als Stützpunkt für diese Tourenwahl.

Der Klettersteig weist eine Länge von 650 und einen Höhenunterschied von 450 Metern auf. Gleich nach dem Einstieg auf 2.100 m ist der Kletterer schon im ersten Drittel, bis auf den Rastplatz am „Kartitscher Köpfl“ (.2290m), mit den Schwierigkeitsgraden „A“ bis „D“ ziemlich gefordert. Weiter geht es mit „D“ bis zur „Silverplatte“, womit der schwierigste Teil des Klettersteiges gemeistert wäre. Der weitere Anstieg über die anschließende „Rote Rinne“ und die plattig gestufte, beidseits des Grates führende Route führt bis zum Ausstieg und über einen Steig erreicht man in etwa 2 bis 2,5 Stunden Geh- bzw. Kletterzeit das Europakreuz auf der große Kinigat (2.689m). Der schöne, plattendurchzogene Fels, die Kletterei beidseitig des Grates und die traumhafte Kulisse mit Blick bis in die hohen Tauern, lassen die Anstrengung schnell vergessen und machen jede Bergsteigerin und jeden Bergsteiger um ein unvergessliches Erlebnis reicher.

Topo und Beschreibung bei bergsteigen.com

Schöne Kammüberschreitung mit längeren ungesicherten Passagen, die zum Teil auch recht luftig sind. Der interessante Steig aus dem 1. Weltkrieg wurde von italienischen Bergsteigern restauriert und führt über den zackenreichen Grat hinüber zum Widkarlegg.

Von der Filmoor-Standschützenhütte geht es über einen Steig in 15 Minuten südöstlich hinauf zur Filmoorhöhe (2.457m). Hier beginnt der Klettersteig über die Gratschneide der Filmoorhöhe. Die luftigen Grattürme sind gut mit Stahlseilen gesichert, an zwei Stellen kann man vorzeitig über Fels-Schuttrinnen in das nordseitige Kar absteigen. Anschließend werden an dem felsgeprägten Teil des Grates zwei grasbewachsene Kammgipfel überschritten. Über eine Eisenleiter steigt man hinab zu zwei kurzen Felstunnel bevor es über eine etwas ausgesetzte Querung zum Wandbuch in einer Kaverne geht. Weiter auf den südöstlich abschließenden Felsrasenkopf und über einen steilen, kurzen Abstieg in eine Kammsenke vor dem Wildkarlegg (2.532 m). Vom Sattel unterhalb des Wildkarleggs führt der Abstieg über die steile Schotterhalde hinunter zum Oberen Stuckensee.

Leichte bis mittelschwere Klettersteige führen entweder von der Porzescharte oder vom Tilliacher Joch auf diesen markanten und schönen Gipfel.

Ausgangspunkt ist die Porzehütte (1.942 m). Für beide Aufstiegsrouten benötigt man ca. 2 bis 2,5 Stunden. Variante 1: Vom Tilliacher Joch folgt man der alten Militärstraße auf italienischer Seite bis in die erste Kehre und verlässt diese dort. Ein markierte Steig führt über die Südseite der Porze zum Gipfelkreuz. Variante 2: Die zweite Aufstiegsroute führt entlang des Karnischen Höhenweges und dann in Serpentinen hinauf zur Porzescharte. Hier beginnt der kurze, mit Stahlseilen gesicherter Klettersteig mit dem Namen „Austria-Weg”.

Vent im Ötztal

Ein besonders schöner und nicht allzu schwieriger Klettersteig befindet sich in Umhausen. Der Zustieg erfolgt in nur 30 Minuten vom Parkplatz beim Ötzidorf. Gleich zu Beginn geht es über eine Seilbrücke, bevor man im ersten Teil unschwierig (A, B) über Blockgelände im Wald aufsteigt. Der zweite Abschnitt führt in einer Querung und über zwei kurze Überhänge (Schwierigkeit C) hinüber zum tosenden Wasserfall. Den krönenden Abschluss bildet eine spektakuläre Seilbrücke, die über die Abbruchkante des Wasserfalls führt. Diese heikle Stelle kann aber auch umgangen werden. Der Schwierigkeitsgrad des Klettersteiges ist meist B mit nur wenigen kurzen C- Stellen. Somit ist der Stuibenfall-Klettersteig auch für Einsteiger und Familien geeignet.

Der Abstieg erfolgt im Nahbereich des Wasserfalls. Ein kurzer Abstecher zu den beiden Aussichtsplattformen bietet noch einmal einen herrlichen Blick über den Stuibenfall.

Dieser talnahe Klettersteig fordert Mut und Geschicklichkeit, gilt es doch eine Hängebrücke sowie zwei spektakuläre Seilbrücken zu überqueren. Dennoch – oder gerade deshalb – ist der Klettersteig mit seiner mittleren Schwierigkeit auch bei Einsteigern und klettersteigerfahrenen Kindern beliebt. Der Zustieg führt über einen leichten Wanderweg und so können auch nicht kletternde Familienmitglieder ganz nah am Geschehen dabei sein.

Zustieg

Vom Zentrum, in Obergurgl folgt man der Beschilderung und es geht in wenigen Minuten über den leichten Wanderweg Zirbenwald und Davids Hütte zum Einstieg.

Routenverlauf

Vom Anseilplatz geht es hinunter zur langen Nepalbrücke (A/B). Danach über eine kurze Gehpassage zu einer Kante (B und B/C) und weiter über Platten (B/C) zur Wandstelle (B/C) vor den beiden Seilbrücken (A/B). Nun geht es über die beiden Seilbrücken (B), wobei die zweite viel Luft unter den Sohlen bietet.
Weiter über eine Rampe (B) zur Schlüsselstelle (C/D). Nach wenigen sehr steilen Metern hat man es auch schon geschafft und es folgt noch eine Platte (B/C) und eine Querung zur Schlusswand (B). Über gestuftes Gelände geht es zur Wiese beim Ausstieg.

Insgesamt sind 100 HM und 400 Klettermeter zu überwinden, ca. 1,5 bis 2 Stunden sollte man dafür einplanen.

Abstieg

Über den Wanderweg Nr. 9 zurück ins Ortszentrum.

Herrlicher Panorama-Klettersteig durch die grandiose Felslandschaft des hintersten Ötztales.

Der Schwärzenkamm-Klettersteig führt aussichtsreich und eindrucksvoll mit Blick auf die umliegenden Dreitausender sowie den Gurgler Ferner über 700 Klettermeter und 350 Höhenmeter zum Steigbuch (2.760 m). Der nordseitig gelegene Klettersteig ist mit vielen leichten und immer wieder kurzen Steilpassagen im mittleren Schwierigkeitsbereich sehr abwechslungsreich und kurzweilig. Obwohl die absolute Schwierigkeit fehlt, ist der Steig auf Grund seiner hochalpinen Lage recht anspruchsvoll und erfordert Klettersteigerfahrung sowie alpine Grundlagen. Der moderne Klettersteig ist mit zwei Notausstiegen, vielen Trittbügeln und durchgehend guten Versicherungen vorbildlich angelegt und auch der Fels ist von guter Qualität und gut strukturiert.

Zustieg

Von Obergurgl geht es in 2,5 Stunden zur Langtalereck Hütte (2.450 m), hier folgt man dem Weg Nr. 35 Richtung Hochwilde Haus (2.861 m) und gelangt nach ca. 20 Minuten zum Einstieg.

Routenverlauf

Zu Beginn steigt man über glatte Platten, Steilstufen und schrofiges Gelände (B, C, dann A/B) zu einer längeren Plattenquerung empor (B). Leicht stufig geht es weiter über Schrofen (A/B) hinauf auf eine Wiese, von der rechtsseitig der Notausstieg (A/B) abzweigt.

Das markante Grasband bietet einen ideales Rastplatz nach dem ersten Drittel. Von hier weiter durch plattiges Gelände (A, dann B/C) aufwärts, quert man exponiertes Gelände nach links (A/B) und erklimmt eine stufige Plattenkante (B/C), erneut schrofiges Gelände (A) und einige griffige Platten (B/C, dann C) bis hinauf zum zweiten Notausstieg (A), von dem aus man in 45 Minuten die Langtalereckhütte erreicht. Stufig geht es nun weiter aufwärts (B, kurz C, dann meist A/B und B) bis zum Steigbuch am Grat und gleichzeitig Ende des Klettersteigs.

Abstieg

Nach dem Ausstieg entlang der Markierungen zum Wanderweg und in 40 Minuten zum Hochwilde Haus. Von hier geht es in einer Stunde zurück zur Langtalereck Hütte und nach Obergurgl (2,5 Stunden).

Weißbach bei Lofer

Schöner, neuer Klettersteig der nur wenige Minuten vom Ort entfernt ist und in interessanter und abwechslungsreicher Routenführung 130 HM durch den stark bewaldeten Felsgürtel führt. Der Steig kann mit schönen Platten, längeren Quergängen, aber auch mit einer steilen und leicht überhängenden Passage aufwarten. Teilweise erdige Stellen, deshalb auf trockene Verhältnisse achten.

Zustieg: Vom Parkplatz des Cafe Auvogl geht man entlang der Hirschbichllandesstraße (L 110) Richtung Hirschbichl/Hintertal. Nach etwa 300 Metern zweigt rechts ein Wanderweg in Richtung Gasthof Frohnwies ab. Über den Wanderweg entlang des Waldrandes erreicht man nach wenigen Minuten den Einstieg, der gut sichtbar mit einer Tafel markiert ist.

Routenverlauf: Zu Beginn führt der Steig wenig schwierig über Bänder und Platten (A, B), doch bereits nach dem ersten Aufschwung ( C ) folgt eine steile, leicht überhängende Platte (D). Hat man die schwierigste Stelle des Klettersteiges überwunden folgt ein plattiges Band (B/C), das zu einem Absatz führt. Nun über eine steile Reibungsplatte aufwärts ( C ). Dieser folgt ein langer Quergang auf einem unschwierigen Band. Die „Göllner Querung“ ( C ) leitet zum Steigbuch. Ab hier geht es über steil gestuftes Gelände (B/C) aufwärts in eine steile Verschneidung ( C ) und anschließend wieder über ein unschwieriges Band (A). Über einen steilen Pfeiler ( C ) sowie einige Steilstufen (B/C) gelangt man schließlich zur senkrechten Schlussplatte (C/D). Der versicherte Steig führt noch ein kurzes Stück durch den Wald.

Abstieg: Vom Steigende führt ein markierter Pfad hinunter zur Asphaltstraße. Nun links hinunter und bei der nächsten Kreuzung erneut links zurück zum Ausgangspunkt. Cafe Auvogl und Gasthof Frohnwies bieten nach dem Klettervergnügen gemütliche Einkehrmöglichkeiten.

Zusätzlich zur Weißen Gams gibt es seit kurzem auch einen schönen und bestens gesicherter Klettersteig in Talnähe für Anfänger, Kinder und Familien. Die Sicherungen sind so angebracht das auch kleinere Personen keine Probleme haben diese zu erreichen. Bis auf wenige erdige Passagen durchwegs kompakter Fels.

Den Einstieg beim von weitem sichtbaren AV-Klettergarten erreicht man in wenigen Minuten vom Parkplatz Seisenbergklamm. Die Route führt 150 m abwechslungsreich über Steilstufen, Querungen und Platten durch den rechten Teil der mächtigen Plattenwand.

Topos und weitere Infos bei weissbach.at

Zell/Sele

Der Hochturm ist der westlichste Hochgipfel der Koschuta. Ein alter, vom slowenischen Alpenverein Planinska zveza Slovenije errichteter Steig führt vom Hajnžsattel durch die felsige Nordflanke auf den Gipfel und ist für eine Überschreitung des Koschutakammes von Zell – Sele aus eine wichtige Teilstrecke.

Höhenmeter und Gehzeiten:

  • Gornik – Veliki vrh:
    1000 Hm
    3,5 Stunden
  • Veliki vrh – Gornik
    2,5 Stunden

Es handelt sich hierbei nicht um einen modernen, athletischen Steig, sondern eher um einen alpinen Anstieg bei dem die steileren Felspartien durch Steighilfen und Drahtseile entschärft und versichert wurden. Einige kurze Passagen erreichen die Schwierigkeit A–B und I nach UIAA.

Wegverlauf: Den Hajnžsattel erreicht man am besten vom ehemaligen GH Malle in Zell – Oberwinkel durch den Hajnžgraben oder verkürzt vom Anwesen Gornik (siehe Anstieg auf die Baba). Im Hajnžgraben bis zum sogenannten „Finanzerstein“ unterhalb des Hajnžsattels. Hier links haltend in einigen Kehren durch unangenehmen Schutt zum Sattel empor (1.705 m) auf dem die Staatsgrenze verläuft. Knapp unterhalb des Sattels, auf der slowenischen Seite beginnt der versicherte Steig. Die ersten 150 HM im teilweise versicherten Gelände (A–B) aufwärts und in der Folge auf freiem Steig über Schrofen zum Gipfel des Veliki vrh mit Kreuz. Hier genießt man eine umfassende Aussicht vom Triglav bis zum Glockner.

Abstieg wie Aufstieg, oder im Anschluss über den Koschutakamm weiter. Bei Schlechtwetter führt der kürzeste Abstieg nach Süden über einen markierten Steig zur Schutzhütte auf der Kofce-Alm (40 Minuten) hinunter.

Der Koschutnikturm ist die herausragendste Berggestalt des ganzen Gebietes. Seine Felsbeschaffenheit unterscheidet sich von allen anderen Karawankenwänden durch ihre relative Festigkeit. Dadurch ist der Turm auch der Anziehungspunkt für den alpinen Kletterer. Manche alpine Größe hat in seinen Wänden bleibende Spuren hinterlassen. Über den vermutlichen Weg der Erstersteiger, dem sogenannten „Sporn“, verläuft heute der in zwei Varianten geführte, neu versicherte ÖTK-Steig.

  • Schwierigkeit: B–C

Höhenmeter und Gehzeiten:

  • Koschutahaus – Koschutnikturm:
    900 Hm
    2 – 3 Stunden
  • Koschutnikturm – Koschutahaus
    1,5 Stunden

Einziger Wermutstropfen dabei ist der unverhältnismäßig lange und mühsame Anstieg durch das Obere Koschutnikkar. Klettersteigausrüstung mit Steinschlaghelm obligat; im Frühjahr eventuell Pickel und Steigeisen!

Wegverlauf: Den Einstieg zum Klettersteig erreicht man vom Koschutahaus über den KGW und durch das steile Obere Koschutnikkar in etwa 1 Stunde, 15 Minuten. Es empfiehlt sich, im Aufstieg die untere Variante zu nehmen, welche sich im oberen Teil nach einer spektakulären Hängebrücke wieder mit der anderen Variante vereinigt (B–C). Über einige Felsstufen erreicht man den Grenzkamm. Nun nach Osten die Westschlucht-Scharte überschreiten und in leichtem Felsgelände (bis I) auf den Koschutnikturm.

Im Abstieg nimmt man besser die obere Variante (im Abstieg vor der Hängebrücke links halten!) (ebenfalls B–C), sonst wie Anstieg.