Weitwandern – auch Trekking genannt – erfreut sich in den letzten Jahren einer wachsenden Beliebtheit. Man versteht darunter mehrtägige, sogar mehrwöchige Touren, deren Etappenziel oftmals Schutzhütten sind. Die Bandbreite reicht von einfachen Wanderungen bis hin zu anspruchsvollen Hoch- und Gipfeltouren, die entlang des Weitwanderweges zu absolvieren sind. Neben den “großen” Weitwanderwegen, wie z. B. der Via Alpina – die des öfteren auch durch Gebiete der Bergsteigerdörfer führt – bieten die Bergsteigerdörfer eine Vielzahl von Weit- und Höhenwanderwegen.

Ginzling

Berliner Höhenweg und Zentralalpenweg 02

Der Berliner Höhenweg, der in diesem Abschnitt auch als Zentralalpenweg 02 geführt wird, lässt den Wanderer in eine ursprüngliche Gebirgslandschaft der Zillertaler Alpen eintauchen und stellt bei etwas Trittsicherheit und guter Kondition eine wahre Genusstour dar. Von Ginzling ist es möglich, einen Teilabschnitt des Berliner Höhenweges zu gehen (siehe Vorschlag unten) bzw. in den Zentralalpenweg 02 entweder in Richtung Westen oder Osten einzusteigen.

Breitlahner (1.240 m) – Friesenberghaus (2.498 m) – Olpererhütte (2.389 m) – Furtschaglhaus (2.295 m) – Berliner Hütte (2.042 m) – Greizer Hütte (2.220 m)

Von Breitlahner steigt man in ca. 4 Stunden zum Friesenberghaus auf. Am nächsten Tag führt der Höhenweg in 2 Stunden zur Olpererhütte und in weiteren 4 Stunden zum Furtschaglhaus. Der Berliner Höhenweg führt nun hinauf auf die Schönbichler Scharte (3.081 m) und anschließend hinunter in den Zemmgrund zur Berliner Hütte. Von der Berliner Hütte geht es in 6 Stunden über die Mörchenscharte (2.870 m) bis zur Greizer Hütte. Durch das Floitental steigt man schließlich wieder nach Ginzling ab

Hüttschlag im Großarltal

Rund um die Tauernkönigin

Alpine Herausforderung im Bergsteigerdörfer-Dreieck Hüttschlag, Malta und Mallnitz

Neu ausgearbeitete, hochalpine Rundtour die nicht nur in die drei Bergsteigerdörfer Hüttschlag, Mallnitz und Malta führt, sondern auch auf deren höchste Gipfel. Nur für sehr erfahrene und konditionsstarke Bergsteiger und Bergsteigerinnen. Die Mitnahme eines Bergführers wird empfohlen.

Sepp Kendler, Obmann der ÖAV-Sektion Großarl-Hüttschlag hat eine Tour im Nationalpark Hohe Tauern ausgearbeitet, die alpiner nicht sein könnte: Sie inkludiert die Besteigung der höchsten Gipfel, wie Ankogel, Hochalmspitze und Hafner, führt über weite Strecken entlang unmarkierter Felsgrate und verlangt auf den Gletscherpassagen nach Seil, Pickel und Steigeisen.

1. Tag: Hüttschlag – Ankogel – Hannoverhaus

Vom Talschluss Hüttschlag ausgehend geht es über die Modereggalm, die Lienlacke und den Gstößkees auf den Keeskogel (2.886m) – Gletscherausrüstung erforderlich.
Über einen Felsgrat steigt man auf die Kleinelendscharte ab. Vorbei an Tischlerkarkopf und Tischlerspitze über den Kleinelendkees hinauf zum Gipfel des Ankogels (3.252 m). Abstieg zum Hannoverhaus (2.719 m);
Gehzeit ca. 10h, + 2.500 HM, – 800 HM.

2. Tag: Hannoverhaus – Hochalmspitze – Osnabrücker Hütte

An der Celler Hütte vorbei geht es zur Lassacher Winkelscharte (2.862m); Achtung: Anstieg kann im letzten Teil manchmal vereist sein. Nun geht es über den Detmoldergrat in leichter Kletterei (mit Stahlseilen gesichert) auf den höchsten Punkt der Tour, der mächtigen Hochalmspitze, auch „Tauernkönigin“ genannt, (3.360 m). Über den Hochalmkees steigt man auf die Preimlscharte ab und gelangt zum Großelendkees und weiter zur Osnabrücker Hütte (2.027 m);
Gehzeit ca. 10h, +1.150 HM, – 1.820 HM.

3. Tag: Osnabrücker Hütte – Kattowitzer Hütte

Von der Osnabrücker Hütte geht es entlang des Kölnbreinspeichers zum Hotel „Maltaltal“ und weiter über moosigen Boden zur Kattowitzer Hütte (2.319 m);
Gehzeit ca. 5h, + 400 HM, – 100 HM.

4. Tag: Kattowitzer Hütte – Hafner – Hüttschlag

Direkt von der Kattowitzer Hütte steigt man zum Gipfelkreuz des Hafners an (3.076m), der den letzten 3.000er der Tour darstellt. Durch das Wastlkar und das Kölnbreinkar erreicht man den Weinschnabel (2.753 m). Von dort steigt man zu den schönen Schwarzseen ab, steigt zur Schmalzscharte auf und dann über das Murtörl bergab in den Talschluss nach Hüttschlag;
Gehzeit ca. 10h, + 1.100 HM, – 2.350 HM

Lungiarü

Dolomiten Höhenweg Nr. 2

Von Brixen in Südtirol nach Feltre in Venetien

Eine spektakuläre Höhenwanderung mit un­vergesslichen Ausblicken! Auch „Weg der Sagen und Legenden“ ge­nannt, bietet der Dolomiten Höhenweg Nr. 2 neben abwechslungsreichem Wandern und Klettern auch einige kulturelle Höhepunk­te.

Der Startpunkt liegt in der Bischofsstadt Brixen, eine der ältesten Städte Tirols, das Ziel ist der Fluss Piave mit der kleinen Stadt Feltre. Die Höhenwanderung verteilt sich auf rund 185 Kilometer über drei Provinzen (Bo­zen, Trient und Belluno) sowie zehn Gebirgs­gruppen (Plose, Peitlerkofel, Geisler, Puez, Sella, Padon, Marmolada, Bocche, Pala, Fel­triner Alpen).

Zwei Etappen verlaufen zum Teil auf dem Gebiet von Lungiarü: Würzjoch – Schlütterhütte – Puezhütte. Ausgelegt ist derHöhenweg erfahrungsgemäß auf etwa vier­zehn Tage. Für Rast und Ruh sowie Speis und Trank ist mit 18 bewirtschafteten Hütten und zwei Biwaks ausreichend gesorgt.

Wei­tere Informationen unter: www.dolomiten-hoehenweg.net

Lunz am See

Der Ötscher-Bärentrail ist eine abwechslungstreiche Mehrtagestour durch den Naturpark Ötscher-Tormäuer sowie durch das Wildnisgebiet Dürrenstein.

Die 7-Tageswanderung beginnt in Lunz am Mariazellerweg, führt zur Ötscher-Tropfsteinhöhle, über den Trefflingfall, der Erlauf folgend weiter über Bärenlacken und den Rauhen Kamm auf den Ötscher Gipfel. Nach Übernachtung auf dem Ötscherschutzhaus folgt der Abstieg über den Riffelsattel in die beeindruckenden Ötschergräben. Von Wienerbruck mit der Mariazellerbahn bis Mitterbach und Anstieg auf das Terzerhaus. Über die Brachalm und die Feldwiesalm zur Weggabelung Kleiner Ötscher-Riffelsattel und wieder zum Ötscherschutzhaus. Vom Gipfel des Kleinen Ötschers geht es über die Ötscherböden hinunter nach Langau. Über Taglesgraben erreicht man die Herrenalm. Weiter in das Wildnisgebiet Dürrenstein und zum Gipfel des Dürrensteins. Nach einer letzten Übernachtung auf der Ybbstaler Hütte, geht es durch den Lechnergraben wieder zurück nach Lunz am See. (Der Ötscher- Bärentrail wurde von Helfried Schadauer, Hüttenwirt des Ötscherschutzhauses, zusammengestellt.)

Matsch

Der Vinschger Höhenweg verläuft von der Etschquelle am Reschenpass bis nach Staben im unteren Vinschgau und ist in fünf Tagesetappen zu schaffen.

Das konditionell anspruchsvollste Teilstück ist jenes von Planeil über Malettes oberhalb von Mals nach Muntetschinig und vom Dorf Matsch hinein bis zur Matscher Alm. Der Weg führt auf der anderen Talseite auf dem Höfeweg hoch über Schluderns bis zum Vinschger Sonnenberg weiter. Diese beiden Etappen bieten von hochalpinem Gelände bis zu mediterranen Hängen viel Abwechslung. Aufgrund eingeschränkter Übernachtungsmöglichkeiten wird empfohlen die Unterkünfte bereits im Voraus buchen.

Zusatzinfos:

Schleching

Lange und anstrengende, aber sehr abwechslungsreiche Mehrtageswanderung auf die Gipfel rund um das Achental.

  • Länge: 75,6 km
  • Höhendifferenz: 5000 Hm
  • Zeit: 4-5 Tage
  • Ausgangspunkt: Schleching-Ettenhausen Geigelstein Parkplatz

Abschnitt 1:

(18,4 km / 1.542 Hm Aufstieg / 760 Hm Abstieg / 7–8 h)

Ettenhausen Parkplatz (611 m) – Entenlochklamm – Staffen (600 m) – Rudersburg (1.430m) – Karkopf (1.510 m) – Breitenstein (1.661 m)– Priener Hütte (DAV, 1.411 m)

Abschnitt 2:

(10,2 km / 788 Hm Aufstieg / 730 Hm Abstieg / 4–5 h)

Priener Hütte – Geigelstein (1808 m) – vorbei am Rossalpenkopf –Rossalm – Weitlahnerkopf (1615m) – Dalsensattel (1078 m) –Kampenwand / Sonnenalm (1476 m).

Abschnitt 3:

(20,6 km / 1.417 Hm Aufstieg / 1.433 Hm Abstieg / 8–9 h)

Sonnenalm – Steinlingalm (1.467 m) – Kampenwand- Gipfel (1.669 m) – Piesenhausener Hochalm (1.319 m) – Hochplatte-Gipfel (1.587m) – Staffnalm (1.050 m) – Hofkapelle – Marquartstein (542 m) –Agergschwendalm (1.040 m) – Hochgernhaus (1.461 m)

Abschnitt 4:

(10,8 km / 457 Hm Anstieg / 1.288 Hm Abstieg / 4,5 h)

Hochgernhaus (1.461 m) – Hochgern (1.748 m) – Hasenpoint (1.587 m) – Rechenberg (1.366 m) – Oberwössen (650 m)

Abschnitt 5:

(15,6 km / 780 Hm Aufstieg / 803 Hm Abstieg / 5,5 h)

Oberwössen (640 m) – Hinterwössen –Schlierbachtal– Stoibenmöseralm (1.278 m) – Taubensee – Taubenseehütte (1.165 m) – Chiemhauser-
Alm – Streichen (801 m) – Achberg (700m) – Wagrain – Brücke über Tiroler Achen (570m) – Ettenhausen – Geigelstein-Parkplatz

Region Sellraintal

Die Sellraintaler Hüttenrunde führt von Sellrain über Potsdamer Hütte, Alpengasthof Praxmar, Westfalenhaus, Pforzheimer Hütte, Schweinfurter Hütte, Bielefelder Hütte und Dortmunder Hütte zurück nach Sellrain.

Die landschaftlich großartige Route führt auf langen Strecken durch hochalpines Gelände und über anspruchsvolle Übergänge.

Sämtliche Informationen zur Sellraintaler Hüttenrunde finden sich hier!

St. Jodok, Schmirn- & Valsertal

eine Teilstrecke des Europa Höhenwegs 2

Der Wipptaler Höhenweg als Teilstück des Europa Höhenwegs 2 führt über zwei Etappen von Navis kommend nach Toldern und weiter zur Landshuter-Europahütte.

Der Europa Höhenweg führt in 22 Etappen zuerst auf österreichischem Gebiet von Innsbruck zum Brenner, dann in Italien weiter bis Brixen (Südtirol) und schließlich bis nach Feltre (Veneto). Er weist eine Länge von ca. 340 km auf, die gesamte Gehzeit beträgt ca. 130 Stunden.

Auf der dritten und vierten Etappe wandert man auch durch die Bergsteigerdörfer Schmirn und Vals. Die Route führt hier auf dem Wipptaler Höhenweg von Navis kommend über das Kreuzjöchl (2.536m) auf dem Weg Nr. 25 A hinunter ins Kluppental zur Almsiedlung „Die Hagler“, dann das Kluppental entlang hinaus bis Obern und Kasern im Schmirntal, wo es im Alpengasthaus Kasern eine urige Einkehrmöglichkeit mit ausgezeichneter Küche gibt.

Weiter talauswärts führt die Route auf der wenig befahrenen Talstraße. Nach ca. 1-stündiger Gehzeit gelangt man nach Toldern, einem Weiler mit wunderschönen Bergbauernhöfen und Übernachtungsmöglichkeiten (z.B. im Gasthof Olpererblick).

Die nächste Etappe führt von Toldern durch das Wildlahner Tal hinauf auf das Steinerne Lamm (2.528 m), dem Übergang ins Valsertal. Auf der Geraer Hütte (2.326 m) kann man die Bergwelt auf der Sonnenterrasse genießen und ev. nach einer Hüttennächtigung zur fünften Etappe aufbrechen, die weiter zur Landshuter-Europahütte führt.

Weitere Höhenwege in St. Jodok, Schmirn- & Valsertal

Steinbach am Attersee

Die zweitägige Höllengebirgsüberschreitung mit einer Übernachtung auf dem Hochleckenhaus oder der Rieder Hütte ist eine besonders reizvolle Tour. Am ersten Tag geht es vom Parkplatz Taferlklause zum Hochleckenhaus und weiter zum Gipfel des 1.691 m hohen Hochleckenkogels. Von dort führt der Weg weiter hinunter zum Pfaffengraben, bevor es wieder zum Grünalmkogel (1.822 m) hinauf geht. Weiter über den Brunnkogel erreicht man die Rieder Hütte (1.765 m). Die Gehzeit bis zur Rieder Hütte beträgt etwa 8,5 Stunden. Wer es lieber etwas gemütlicher angehen will, übernachtet zusätzlich auf dem Hochleckenhaus.

Bevor am zweiten Tag der Abstieg ansteht, sollte unbedingt noch eine kurze Wanderung auf den Großen Höllkogel (1.862 m) unternommen werden, da von hier ein herllicher Ausblick auf die Gipfel des Höllengebirges genossen werden kann. Zurück folgt man dem Steig zum Feuerkogel, von wo man weiter hinunter ins Langbathtal zum Wirtshaus Kreh absteigt. Von dort wandert man weiter zum Vorderen Langbathsee, und weiter über Lueg hinunter durch den Wald zum Wirtshaus Großalm.

Rückfahrt zum Ausgangspunkt mit dem atterseetaxi (+43/(0)650/7402225, www.atterseetaxi.com) oder Taxi Hofer (+43/(0)7663/202, www.kienklause.at).

Villgratental

Die beiden Bergsteigerdörfer Außer- und Innervillgraten werden in einer großen Herzform von den Villgrater Bergen mit 50 imposanten Gipfeln umschlossen. Obwohl es immer schon da war, haben die Villgrater ihr Herz erst in den 1980er Jahren entdeckt, denn damals fand die Erstbegehung durch Norbert Mariacher und Konrad Hofmann im Winter statt.

Seit einigen Jahren gibt es eine durchgängig ausgeschilderte Wanderroute mit 70 Streckenkilometer und 4.000 Hm, die zwar einige Gipfel ausspart, trotzdem aber zu Bergseen, hohen Jöchern, zu den Villgrater Almdörfern und zu gut erreichbaren Panorama-Gipfeln führt.

Zu den Ausgangspunkten und am Abend bequem zurück zur Unterkunft kommt man mit dem Shuttlebus. Die Tour kann als sechs Tages Unternehmung, mit oder gegen den Uhrzeigersinn, oder auch nur Etappenweise unternommen werden.

Die „Alpine Herz-Ass Route” hingegen führt mit 7.700 Hm und 75 Streckenkilometer auf fast alle höchsten Gipfel im Villgratental. Wie der Name schon sagt, ist diese alpine Route gemäß Definition des Wegehandbuches des Österreichischen Alpenvereins weder markiert noch beschildert. Generell ist für die Runde ein gutes Gespür für die Wegfindung, die Bewältigung von ungesicherten Kletterstellen im 3. Schwierigkeitsgrat sowie eine gute Einschätzung des eigenen Könnens und Kondition unerlässlich. Die Buchung eines Bergführers wird empfohlen. Teile der Herz-Ass Villgratental Wanderroute sind auch Bestandteil des neu eröffneten Rundwanderweges um Osttirol. Der Skyline Trail – osttirol-360grad.com – ist die längste und höchste durchgehend begehbare Hochgebirgsrunde der Alpen mit ca. 26.000 Aufstiegsmeter und ca. 360 km Länge.

Weitere Infos: www.herz-ass-villgraten.at

Herz-Ass Villgraten – Wanderroute 70 km

1. Tag: Almenweg – Außervillgraten bis Reiterstube

Von Außervillgraten führt der Weg über die Glinzbrücke auf dem Forstweg Nr. 7 in nordöstlicher Richtung durch dichten Fichtenwald in einigen Kehren bis zur Alten Hütte (1.750 m).

  • leichte Wanderung
  • Gehzeit ca. 6 Stunden
  • Länge: 16 km
  • Höhendifferenz: 1.260 Hm

Der Markierung Herz Ass folgend geht es auf dem Forstweg 7a, durch lichteren Lärchenwald zur Rautalm (1.882 m) und weiter zur Schupfalm (1.910 m). Unterwegs bieten sich schöne Ausblicke in das Villgratental, gut sind die verschiedenen Stufen der Bewirtschaftung der Hänge zu sehen. Von der Schupfalm führt der Weg 14b durch artenreiche Blumenwiesen zur Wurzalm (2.001 m). Dann geht es leicht abwärts zum Raucheggenbach und über den Steig Nr. 14b an der Waldgrenze entlang zur Kropfkaralm mit kleiner Hirtenhütte bis zur Tilliachalm (2.030 m). Von hier führen der Forstweg Nr. 3 oder der Steig Nr. 3 ins Tal zur Reiterstube (1.500 m). Keine Übernachtungsmöglichkeit.

2. Tag: Zur Herrgottslärche – Reiterstube bis Volkzeiner Hütte

Von der Reiterstube Richtung Nordosten über den Forstweg Nr. 3 bis Stegilan, dann auf dem Steig Nr. 3 durch Fichtenwald und ein mit Lärchen bewachsenes Hochtal zur Tilliachalm (2.030 m).

  • mittelschwere Wanderung
  • Gehzeit ca. 7 Stunden
  • Länge: 18,4 km
  • Höhendifferenz: 1.830 Hm

Nach der ersten Kehre nach der Alm führt rechts ein Trittsteig (Steig Nr. 3b) zur Sommerwandhütte und zum Sommerwandstall mit der Herrgottslärche, einem sagenumwobenen Energieplatz. Von hier kann man aufs Sommerwandköpfl (2.400 m) entlang von Markierungen über den Westrücken des Gölbners und auf dem gleichen Weg ca. 10 min zurück gehen. Die Herz-Ass Route führt weiter nordwärts auf dem Steig 3b durch Alpenrosen und Zwergsträucher zum Gölbnerboden (2.160 m). Bei der Abzweigung geht es über den Steig 3a zur Straßalm (1.987 m) und dann absteigend über den Steig 3a auf eine Forststraße, der man bis zum Ende folgt, wo sie in den Steig Nr. 323 mündet. Diesem folgt man bis zur Oberarnalm (1.960 m). Von der Alm geht es abwärts bis zum Kleinen Regenstein auf 2.540 m, diesen erreicht man auf dem Steig 323 und dann auf dem Steig Nr. 23 über mittelsteile Rasenflanken. Vom Kleinen Regenstein führt der Steig Nr. 24 zur Hoferalm. Von der Hoferalm geht es über den Steig Nr. 324 vorbei an herrlichen Terrassenböden auf die Leisacheralm (2.340 m), schließlich im Abstieg auf dem Steig Nr. 325 zur Volkzeiner Hütte (1.886 m) mit Einkehr – und Übernachtungsmöglichkeit.

3. Tag: Weg der Quellen und des Wassers – Volkzeiner Hütte bis Unterstalleralm

Von der Volkzeiner Hütte (1.886 m) folgt man dem Almweg zur Raineralm und zur Heinkaralm (ca. 2.100 m). Ab hier weiter auf dem Steig Nr. 19, vorbei am Wasserfall zum Schrentebachboden (2.380 m) – einem moosweichen Wiesengelände zwischen Fels und Wasser.

  • mittelschwere Wanderung
  • Gehzeit ca. 6 Stunden
  • Länge: 14,1 km
  • Höhendifferenz: 920 Hm

Von diesem Hochplateau führt der Steig Nr. 19 an den kargen Resten einer ehemaligen Hirtenhütte vorbei durch felsdurchsetzte Rasenrippen empor zu einem begrünten Karboden mit einem länglichen, zwischen Rasenriegeln eingebetteten Tümpel (2.580 m). Der Steig 326 führt dann in östlicher Richtung in ein flaches Trogtal und durch unzählige Rinnsale ansteigend zur Arntaler Lenke oder Volkzeinerlenke (2.655 m), mit wunderschönem Rückblick ins Winkeltal und Blick nach vorne ins Arntal. Absteigend geht es am Steig Nr. 326 zur Arntaler Alm „Beim Garten“ vorbei und von dort über den Almweg durch lichten Lärchenwald und Almrosen am Fuß der steilen Felswände der Roten Spitze (2.956 m) und der Weißen Spitze, dem höchsten Berg im Villgrater Hochpustertal (2.962 m), zum Almdorf Oberstaller. Auf der asphaltierten Bergstraße erreicht man die Unterstalleralm mit Einkehrmöglichkeit bei der Jausenstation.

4. Tag: Über die Jöcher – Unterstalleralm bis Kalkstein

Von der Unterstalleralm führt die Wanderung zunächst zur Oberstalleralm. Am Ende der Asphaltstraße kurz vor der Oberstalleralm folgt man links dem Wegweiser zum Schwarzsee am Steig Nr. 15a.

  • mittelschwere Wanderung
  • Gehzeit ca. 6 Stunden
  • Länge: 14,6 km
  • Höhendifferenz: 1.270 Hm

Der Steig führt über Bergwiesen leicht ansteigend und mit schönem Blick über das Arntal zur Elplanschupfe. Über zwei Bachgräben geht es vorbei an einer Heuschupfe und Almwiesen am Steig Nr. 15 zum Schwarzsee (2.455 m), der in einer tiefen Felswanne ruht und der Sage nach einen Silberschatz verbirgt. In dessen Nähe befinden sich übrigens zwei Biwakschachteln mit jeweils 8 Schafplätzen auf 2.500 m. Am Nordufer des Schwarzsees führt der Steig Nr. 12 über sanftes Gelände in Schluchten und über Rinnen und Rippen auf der Ostseite der Riepenspitze in Serpentinen steil ansteigend hinauf zum Heimwaldjöchl (2.644 m) an die Grenze zu Südtirol/Italien. Der Steig Nr. 12, der „Bonner Höhenweg“, verläuft abwärts durch breitwürfig gestreute Gesteinstrümmer und über verwachsene Moränen zum Köflerbachl und weiter zu einem kleinen und einem großen Steinmann, zwei Wächtern des Weges. Entlang der Ostkannte der Geilspitze quert der Steig Rasenhänge und führt weiter zum Kalksteiner Jöchl (2.326 m) mit herrlichem Blick ins Roßtal und das Südtiroler Gsieser Tal. Vom Jöchl führt der Abstieg über den Steig Nr. 13a über Weiden und Wiesen ins Roßtal und weiter über den Almweg Nr. 13 nach Kalkstein mit Einkehrmöglichkeit im Gasthaus Badl Alm.

5. Tag: Grenzlandweg – Kalkstein bis Innervillgraten

Vom Parkplatz Kalkstein führt der Weg auf dem Almweg Nr. 13 durchs Roßtal an Almen vorbei bis zum „Maxer Leck“ (Wegtafel). Dort verlässt man den Almweg und geht auf dem Steig Nr. 13a hinauf zum Kalksteiner Jöchl (2.326 m) und auf den Bonner Höhenweg (Nr. 12).

  • mittelschwere Wanderung
  • Gehzeit ca. 7 Stunden
  • Länge: 22,3 km
  • Höhendifferenz: 1.340 Hm

Man folgt dem Bonner Höhenweg in südlicher Richtung bis zur Bürglerslenke (2.440 m) und Gruberlenke (2.486 m) und weiter leicht ansteigend zum Pfanntörl (2.508 m), einer erneuten Grenze zu Südtirol/ Italien. Beim Pfanntörl verlässt man kurz den Bonner Höhenweg und geht am felsdurchsetzten Kamm Nr. 8 entlang auf das Toblacher Pfannhorn (2.663 m) mit beeindruckendem Rundblick (Rundpanoramaplatte) auf die Südtiroler-Sextener Dolomiten, den Karnischen Kamm, den Großglockner sowie den Großvenediger. (Übernachtungsmöglichkeit auf der „Bonner Hütte“, Sütiroler Seite. 15-20 Min. entfernt). Vom Pfannhorn geht es wieder am Bonner Höhenweg (Toblacher Höhenweg Nr.1), vorbei an alten Militärbunkern aus dem Ersten Weltkrieg auf das Marchkinkele (2.545 m), auf der Militärstraße zur Hochrast (2.436 m) und über sanfte Weideflächen absteigend am Steig Nr. 10 zum Astattsattel (2.295 m). Vom Sattel führt dann der Steig Nr. 4 talwärts durch Wälder und Wiesen zur Tafinalm (1.906 m). Durch das Tafintal und das Oberhofertal erreicht man Innervillgraten.

6. Tag: Der Weg des Thurntaler Urbans – Innervillgraten bis Außervillgraten

Vom Ortszentrum Innervillgraten folgt man zunächst der Hauptstraße Tal auswärts bis zum Wegweiser bei der Tischlerei Lanser. Dort geht es rechts über den Gemeindeweg Nr. 4 ins Oberhofertal.

  • mittelschwere Wanderung
  • Gehzeit ca. 6 Stunden
  • Länge: 13,7 km
  • Höhendifferenz: 1.000 Hm

Beim Steg (Lanzlisselan Schupfe) quert man den Oberhoferbach und geht am Steig Nr. 4 durch das Tafintal zum Astattsattel (2.295 m). Der nur 15 Minuten entfernte Thuntaler See lohnt einen Abstecher. Vom Astattsattel führt der vom Land Tirol ausgezeichnete Weg (Bergwege- Gütesiegel) „Rund um den Thurntaler“ (Steig Nr. 10b) in östlicher Richtung absteigend über Almwiesen zur Sillianeralm (Ausseralm) mit Blick auf die Sextener Sonnenuhr, ins Pustertal, die Lienzer Dolomiten und den Karnischen Kamm. Von dort führt der Almweg weiter zum Panoramagasthof Gadein und zur Thurntaler Rast mit Einkehrmöglichkeit. Von hier folgt man ca. 500 Meter der asphaltierten Bergstraße bis zum Wegweiser (Sennsteig Außervillgraten). Auf dem Sennsteig Nr. 9a geht es über Almen, durch Lärchen- und Fichtenwälder und am Ende über die Asphaltstraße hinunter nach Außervillgraten.

Weißbach bei Lofer | Ramsau bei Berchtesgaden

Vom Ingolstädter Haus gelangt man über den Eichstädter Weg, einem lohnenden Höhenweg, zum Riemannhaus das sich ebenfalls im Besitz der Sektion Ingolstadt befindet. Der Übergang vom Riemannhaus zum Kärlinger Haus kann gut mit der Besteigung der Schönfeldspitze kombiniert werden.

Das Kärlingerhaus wurde 1879 erbaut und ist somit die erste Alpenvereinshütte in den Berchtesgadener Alpen. Etwas unterhalb der Hütte in einer Senke liegt malerisch der Funtensee, der als Kältepol Deutschlands gilt. Hier wurde im Winter 2001 mit -45,9°C die bislang tiefste gemessene Temperatur in der Bundesrepublik registriert.

Gleich vom Kärlinger Haus steigt man entweder über die Saugasse nach St. Bartholomä am Königssee ab, oder man folgt der Großen Runde bis zum Carl-von-Stahl-Haus am Jenner.

Infos zu den Hütten und eine genaue Tourenbeschreibung mit verschiedenen Gipfeltouren und Varianten finden sich in der Broschüre “Das Steinerne Meer – von Hütte zu Hütte”.

Ausführliche Tourenbeschreibung bei alpenvereinaktiv.com: