„Südtirol quer“: Neue Weitwanderung verbindet die Südtiroler Bergsteigerdörfer Lungiarü und Matsch

Mit der neuen Weitwanderung „Südtirol quer: Von Lungiarü nach Matsch“ wird Südtirol in sei­ner ganzen Vielfalt erlebbar. Die anspruchsvolle 8-tägige Mehrtagestour verbindet die bei­den Bergsteigerdörfer Lungiarü im Gadertal und Matsch im Obervinschgau und führt auf rund 118 Kilometern durch drei Gebirgsgruppen, zwei Naturparks und zahlreiche ursprüngliche Sei­ten­täler. Die Initiative Bergsteigerdörfer wird in Südtirol vom AVS getragen.

Die Route verläuft über historische Jöcher, alte Waalwege und Wallfahrtsrouten, durch Lärchen- und Zirbenwälder, über Almwiesen und vorbei an Mooren, Bergseen sowie artenreichen Trockenhängen. Zu den kulturellen Höhepunkten zählen bedeutende Stätten wie Kloster Säben und Latzfonser Kreuz.

Mit rund 7.400 Höhenmetern im Aufstieg und durchschnittlich 5,5 Stunden Gehzeit pro Etappe rich­tet sich die Tour an erfahrene und konditionsstarke Bergwandernde. Vier Teilstrecken werden be­wusst mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt und unterstreichen den nachhaltigen Ansatz der Route. Übernachtet wird in Schutzhütten und kleinen, authentischen Gasthäusern, die regionale Küche und herzliche Gastfreundschaft bieten.

„Südtirol quer“ ist damit weit mehr als eine sportliche Herausforderung: Die Mehrtagestour lädt dazu ein, die alpine Landschaft bewusst zu erleben, regionale Identität zu entdecken und die beiden Süd­tiroler Bergsteigerdörfer Lungiarü und Matsch kennenzulernen.

Entstanden ist die Idee im Austausch engagierter Ehrenamtlicher aus beiden Bergsteigerdörfern. „Ziel der Weitwanderung ist es, die beiden Südtiroler Berg­steigerdörfer zu verbinden und die Initiative Bergsteigerdörfer bekannt zu machen“, meint Christoph Alfreider von der lokalen Arbeitsgruppe Lun­giarü. Die Initiative Bergsteigerdörfer wird von 6 alpinen Vereinen ÖAV; DAV, AVS, CAI, PZS und SAC in 5 Alpenländern getragen und versteht sich als Beitrag zum Schutz authentischer alpiner Sied­lungs­räume. Die Umsetzung des Konzepts funktioniert nur, wenn auch die lokalen Tourismus­trei­ben­den diesen Weg mitgehen. In Südtirol hat die Initiative in der Ferienregion Reschensee und der Tou­ris­mus­genossenschaft San Vigilio & San Martin sowie in den Bergsteigerdorf-Partnerbetrieben gute Partner gefunden.

Bergsteigerdörfer stellen intakte Naturräume, gelebte Traditionen, den Verzicht auf große technische Erschließungen sowie verschiedene Bergsportaktivitäten in den Mittelpunkt, ergänzt durch regionale Wertschöpfung und möglichst umweltfreundliche Anreiseformen. Charakteristisch ist der Ansatz „Weniger ist mehr“, mit Fokus auf Qualität, Entschleunigung und die Orientierung an natürlichen Grenzen.

Die 8 Etappen wurden zur Hälfte vom AVS-Wanderführer Christoph Alfreider und der Wanderleiterin Nadja Anstein erkundet und dokumentiert. Sie sind im Tourenportal der Alpenvereine alpenverein­aktiv.com aufbereitet.

Etappe 1: Bergsteigerdorf Lungiarü – Verdings
Vom ladinischen Bergsteigerdorf Lungiarü in den Dolomiten ins benachbarte Villnösstal, mit dem Bus ins mittelalterliche Städtchen Klausen und zu Fuß weiter über das Kloster Säben nach Verdings.
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Etappe 2: Verdings – Latzfonser Kreuz
Anstrengende, aber aussichtsreiche Etappe (1.400 hm) mit Blick zu den Dolomiten vom Bergdorf Verdings über Wald und Wiesen zur Klausner Hütte (1.923 m). Durch Latschengebüsch und Almwiesen zum Latzfonser Kreuz, einem der höchstgelegenen Wallfahrtsorte Europas (2.296 m).
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Etappe 3: Latzfonser Kreuz – Pens
Langer Höhenweg vom Latzfonser Kreuz (2.311 m) über die Flaggerschartenhütte/ Marburger Hütte (2.481 m; Einkehrmöglichkeit) und Flaggersee durch die ruhige, urige Bergwelt der Sarntaler Alpen. Abstieg durch das landschaftlich reizvolle Tramintal bis zur Ortschaft Asten (1.524 m) im hinteren Sarntal. Busfahrt talauswärts bis nach Pens (1.460 m).
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Etappe 4: Pens – Innerwalten
Diese lange, aber lohnende Etappe führt vom Dorf Pens talauswärts nach Außerpens und dann hinauf zu den „Sieben Schupfen“. Durch Wald und Wiesen weiter ins landschaftlich reizvolle Oberbergtal mit seinen Almhütten unterhalb vom Sarntaler Weißhorn. Über das Wannser Joch vom Sarntal ins benachbarte Passeiertal bis nach Innerwalten.
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Etappe 5: (Innerwalten) Pfelders – Eishof
Nach Anreise mit dem Bus nach Pfelders über die Lazinser Alm, bergauf entlang des alten Militärwegs durch hochalpines Gelände zur Stettiner Hütte und über das Eisjöchl wieder bergab zum Übernachtungsziel dem Eishof.
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Etappe 6: Eishof – Unser Frau
Vom Eishof im schönen Pfossental, welches die wildreichste Region Südtirols ist, nach Vorderkaser und über den panoramareichen Atzboden nach Unser Frau im Schnalstal.
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Etappe 7: (Unser Frau) Kurzras – Oberetteshütte
Nach Anreise mit dem Bus nach Kurzras, am Ende vom Schnalstals, entlang des „Unteren Berg Waal“ über den 2025 neu belebten historischen Wanderweg über das Langgrubjoch und Bildstöckljoch zur Oberetteshütte im Bergsteigerdorf Matsch.
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Etappe 8: Oberetteshütte – Bergsteigerdorf Matsch
Von der Oberetteshütte durch das hintere Matschertal und entlang des Herrensteigs zum Glieshof. Weiter über den Flora- und Fauna reichen Ackerwaal zum Bergsteigerdorf Matsch.
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