Verbunden und widerstandskräftig

Das war das „Online Meet & Greet der Bergsteigerdörfer“

Ein Jahr ohne Jahrestagung, ohne den inspirierenden Austausch zwischen den Akteurinnen und Akteuren in den Bergsteigerdörfern und in den Alpenvereinen – diese Aussicht war sehr trist. Doch in der virtuellen Welt bot sich die Möglichkeit für ein Treffen und so wurde am 6. November 2020 zu einem Meet & Greet der Bergsteigerdörfer geladen. „Auch in der Pandemie ist es wichtig, Netzwerke aufrecht zu erhalten und weiterzuentwickeln“, so Gerald Dunkel-Schwarzenberger in seinen einleitenden Worten. „Die Liebe zu Bergen, dem Bergsteigen und zur Natur vereint alle über Ländergrenzen hinweg, egal wie unterschiedlich die Bergsteigerdörfer sind.“

Mit dem Export der Bergsteigerdörfer in die Alpenländer wird auch die Sprachenvielfalt größer. Mit Unterstützung des Ständigen Sekretariats der Alpenkonvention und der einfachen technischen Umsetzung konnten Übersetzungen für die knapp 100 teilnehmenden Partner aus Italien und Slowenien angeboten werden. Alenka Smerkolj, Generalsekretärin der Alpenkonvention, unterstreicht den Fokus der Bergsteigerdörfer auf die lokale Bevölkerung, die bei der Ausgestaltung des nachhaltigen Bergtourismus eine wichtige Rolle spielt.

Beim Bericht aus den Alpenvereinen erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diverses aus der Öffentlichkeitsarbeit und den vereinsübergreifenden Tätigkeiten des Projektmanagements (siehe nebenstehenden Dateidownload). Als neuer Partner in der Initiative Bergsteigerdörfer stellte sich der Schweizer Alpen Club (SAC) vor und gab bekannt, dass sich Ende November vor dem internationalen Entscheidungskomitee zwei potentielle Schweizer Bergsteigerdörfer bewerben werden.

Auch das Netzwerken war ein Bestandteil des Meet & Greet – im virtuellen Lungiarü trafen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen und konnten sich in kleinen Gruppen über Neuigkeiten aus ihren Bergsteigerdörfern unterhalten. Durch das virtuelle Format konnten diesmal viele Personen – vom Parnterbetriebsinhaber bis zum Bürgermeister, für die eine Teilnahem an einer physischen Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre, sich am Treffen und direkten Austausch beteiligen.

Als Keynotespeaker gaben Prof. Tobias Luthe und Dr. Romano Wyss (Mountain Research Initiative – Working Group Mountain Resilience ) anschließend Einblicke in ihre Forschung zu Berggebieten und erörterten, welche Voraussetzungen Bergregionen brauchen, um resiliente, also widerstandsfähige, vorausschauende, anpassungsfähige, innovative und vielseitige Strukturen aufbauen zu können. Wie ein Bergsteigerdorf seine Reslienz erhöhen könne, wurde in 10 Visionen dargelegt – diese dürfen wir hier zum Nachhören anbieten: vimeo.com/bergsteigerdoerfer

Den Abschluss des offiziellen Parts gestaltete die Arbeitsgruppe aus Lungiarü, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das nächste Jahr zur Jahrestagung der Bergsteigerdörfer einluden.

Das Organisationsteam dankt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das rege Interesse und freut sich auf ein baldiges Wiedersehen in den Bergsteigerdörfern!

Dank:
Mit freundlicher Unterstützung des ständigen Sekretariats der Alpenkonvention konnte in diesem Format erstmals eine Übersetzung in die Landessprachen der an der Initiative teilnehmenden Partner realisiert werden.
Die Übersetzung der offiziellen Teile in slowenische und italienische Sprache übernahm das Dolmetscher-Team von INTRALP Associazione professionale.
Für die Unterstützung im technischen Ablauf danken wir David Röthler und Alexandra Riffler.

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