Richtungsweisende Aktionen im Bergsteigerdorf Weißbach

Am Freitag dem 13. Mai 2022 wurde am Gemeindevorplatz von Weißbach bei Lofer ein Schilderbaum aufgestellt. Die Wegweiser zeigen in Richtung nahegelegener, aber auch weiter entfernter Bergsteigerdörfer (Ramsau bei Berchtesgaden, Steinbach am Attersee, Hüttschlag und St. Jodok, Schmirn-Valsertal). Weißbach ist das erste Bergsteigerdorf, in dem ein solcher Schilderbaum steht – im Laufe des Jahres werden weitere folgen. Der Alpenverein setzt damit die Idee Franz Zraunigs, der in Hüttschlag den Partnerbetrieb Almrösl führt, um, die die Vernetzung der Dörfer auch vor Ort sichtbar macht. Über den Alpenbogen verteilt finden sich mit den Bergsteigerdörfern Gemeinden, Fraktionen und Regionen, die sich für eine zukunftsorientierte Entwicklung des alpinen Lebensraums und den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen im Einklang mit Bergsport und Tourismus einsetzen. Weißbach erfüllt diesen Anspruch mit seiner der Arbeit im Naturpark, der seit 2007 besteht, und seiner langen Alpintradition. Schon früh kamen Bergsteiger, Wanderer und Alpinisten hierher und der Ort ist bis heute Magnet für Berg- und Naturbegeisterte.

Vom Kraxln in Weißbach – das Gams Quartett im Bergsteigerdorf
Seit Herbst 2021 ergänzt der Gams Kitz Steig in der Schwierigkeit A/B (leicht) das Klettersteigangebot in Weißbach. Auf einer Länger von ca. 180 Metern und 90 Höhenmetern können Kinder ab fünf Jahren und Anfänger das Klettersteigen ausprobieren. Die Kletterzeit beträgt ca. eine Stunde. In der Mitte kann auf eine etwas schwierigere Variante von ca. 70 Metern gewechselt werden. Für Klettersteigliebhaber mit mehr Erfahrung stehen außerdem die Klettersteige Zahme Gams (B/C), Weiße Gams (D) und Wilde Gams (E/F) zur Verfügung.
Im Juni 2022 wird der Natur.Parkour im Hintertal eröffnet, der von der AlmErlebnisBus Haltestelle Gasthof Lohfeyer erreichbar ist. Als Kombination einer Natursportanlage und Niederseilgarten steht der Natur.Parkour unter dem Motto „Sicher bewegen im alpinen Raum“.

Die Bergsteigerdörfer der Alpenvereine

2008 startete der Österreichischen Alpenverein die Initiative, seit 2016 wird diese mittlerweile weit bekannte „Auszeichnung“ durch die jeweiligen Alpenvereine in Deutschland, Südtirol, Italien, Slowenien und der Schweiz etabliert. Aktuell sind 36 Orte mit dem Label „Bergsteigerdorf“ ausgezeichnet.
So bringt der Alpenverein Dörfer und Regionen abseits der touristischen Hotspots mit jenen erholungssuchenden AlpinistInnen und Wanderern, sprich BergsteigerInnen, zusammen, die Entschleunigung, intakte Natur- und Kulturlandschaft suchen. So sollen Impulse für eine Tourismusentwicklung geschaffen werden, die Natur- und Landschaftsschutz unterstützt, zu einer nachhaltigen Gemeindeentwicklung beiträgt und jene Potentiale nutzt, die in der Region vorhanden sind, wie ihre kulturellen und natürlichen Besonderheiten, sowie ihre Traditionen. Die Bergsteigerdörfer sind weit mehr als eine touristische Angebotsplattform – inzwischen ist diese internationale Initiative auch zu einem Ort für Ideenaustausch und Vernetzung geworden.

Der Naturpark Weißbach: grüne Almen – schroffe Felsen – wilde Wasser
An heißen Sommertagen sorgt die Seisenbergklamm für Abkühlung und dient als Ausgangspunkt für eine Wanderung auf eine der drei Naturpark-Almen (Kallbrunn-, Kammerling-, Litzlalm). Im Kletter- und Bergsteigerdorf Weißbach erklimmen Gipfelstürmer die umliegenden Spitzen wie den Hochkranz, das Birnhorn oder das Seehorn, während die Kraxlbegeisterten die umfassende Kletterinfrastruktur nutzen. Das vielfältige Wege- und Radnetz führt durch abwechslungsreiche Landschaft, welche am besten im Zuge einer geführten Tour mit einem Naturpark-Ranger erkundet wird. Auf der Fläche von rund 28 km² finden sich zahlreiche Besonderheiten, so können Steinadler oder der rote Apollofalter beobachtet werden und wer genau hinsieht, entdeckt Arnika oder eine Türkenbundlilie. Der AlmErlebnisBus verbindet den Naturpark mit dem benachbarten Nationalpark Berchtesgaden.

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