20 Jahre UNESCO Biosphärenpark

20 Jahre Modellregion für nachhaltiges Leben und Wirtschaften

In der Novellierung des Naturschutzgesetztes des Landes Vorarlberg 1997 tauchte erstmals der Begriff des Schutzgebietes Biosphärenpark in Vorarlberg auf, Landtagsabgeordneter und REGIO Obmann Josef Türtscher schnappte die Idee auf und brachte Sie mit in die Region wo intensiv über die zukünftige Ausrichtung der Region und die Entwicklung von Tourismus und Landwirtschaft nachgedacht wurde.
Nach einer gemeinsamen Informationsfahrt Verantwortlicher aus den Gemeinden des Großen Walsertals in das Biosphärengebiet Rhön (D) wussten diese bereits auf der Heimfahrt, diesen für die Region zukunftsweisenden Weg wollen wir einschlagen.

Nach positiven Gemeindebeschlüssen, intensiver Vorbereitung mit naturräumlichem Leitbild, Zonierung, Bevölkerungsleitbild und ersten Projektideen erfolgte am 10. November 2000 die Auszeichnung durch die UNESCO zum Biosphärenpark und die Aufnahme in das weltweite Netzwerk der aktuell 701 Biosphärenparks in 124 Ländern.

20 Jahre später lädt das Biosphärenpark-Management zum gemeinsamen Rückblick auf 20 Jahre Biosphärenpark und Einblick in die aktuelle Arbeit im UNESCO Biosphärenpark ein. Bereits am 2. Jänner 2020 erfolgte der Auftakt in das Jubiläumsjahr mit der Eröffnung der Sonderausstellung „20 Jahre Biosphärenpark“ welche das ganze Jahr über im biosphärenpark.haus in Sonntag zu sehen sein wird. Gleichzeitig wurde die überarbeitete und um den Bereich Energie erweiterte Dauerausstellung „Auf dem Weg der Walser“ vorgestellt.

Zahlen zur Region

  • 6 politische Gemeinden
  • 192 km²
  • Höhenerstreckung von 580 bis 2704 m
  • rund 3450 Einwohner/innen
  • Besiedlung durch die Walser im 14. Jahrhundert (erste urkundliche Erwähnung in Vorarlberg 1313).
  • mehr als 100 Kleinbetriebe, vornehmlich im Handwerk und der Dienstleistung (die 3 größten Betriebe der Region bieten jeweils 25 – 35 Arbeitsplätze)
  • ca. 180 landwirtschaftliche Betriebe, davon rund 45 % Biobetriebe
  • Ca. 180.000 Nächtigungen pro Jahr
  • mehr als 100 Vereine

„Auf dem Weg der Walser“

In einer Gesprächsrunde blickten Biosphärenpark Obmann Josef Türtscher und Max Albrecht, Abteilung IVe – Umweltschutz des Landes Vorarlberg, auf die Anfänge des Biosphärenparks zurück, Biosphärenparkmanagerin Anna Weber gab Einblick in das Jubiläumsjahr und Grafiker Martin Caldonazzi, welcher seit Anbeginn an das Erscheinungsbild des Biosphärenparks mitgestaltet, gab Einblick in seine Überlegungen zur Ausstellungsgestaltung. Die zentrale Aussage der Sonderausstellung zu 20 Jahre Biosphärenpark spiegelt der Satz „Durch Denken, Fühlen und Handeln bestimmen wir die Qualität unserer Zukunft.“ wieder. Energiemanager Albert Rinderer konnte berichten, dass das Große Walsertal nun geschlossen den Schritt zur Ökostromregion erreicht hat und lud ein, den neuen Ausstellungsteil zum Thema Energie zu besuchen.

Im Anschluss konnten Obmann Josef Türtscher und Biosphärenparkmanagerin Anna Weber zusammen mit den Mitarbeiterinnen aus Biosphärenparkmanagement und biosphärenpark.haus zum gemütlichen Beisammensein, ganz unter dem Motto G´hörig feschta (www.ghoerig-feschta.at) einladen.

Festreigen 20 Jahre Biosphärenpark

Schon am Donnerstag, 23. Jänner um 19 Uhr geht es mit dem Vortrag von Natura 2000 Regionsbetreuerin Anette Kestner „Von Frauenschuhen und anderen Naturjuwelen – Die Europaschutzgebiete Gadental und Unter-Überlut.“ im Festreigen weiter.
Besonderer Winterhöhepunkt bildet die Jubiläums-Schneeschuhwanderung in die Biosphärenpark Kernzone Hochmoor Tiefenwald mit anschließenden hochkarätigen regionalen Köstlichkeiten im Alpenresort Walsertal in Faschina am Mittwoch, 18. März.

Weitere Informationen zum Festreigen: www.grosseswalsertal.at/20jahrebiosphärenpark sowie laufend in den Medien des Biosphärenpark Großes Walsertal. Jubiläumsfolder und Informationen zum Biosphärenpark sind im biosphärenpark.haus in Sonntag erhältlich und können gerne unter info@grosseswalsertal.at angefordert werden.

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