Klettertouren

Obwohl es keine Wände in unmittelbarer Nähe des Ortes Luče gibt, die ein Höchst­maß an Kletterfreude bieten, sind einige Gipfel doch erwähnenswert, deren Wände dennoch durch einige mehr oder weniger anspruchsvolle Richtungen erklimmt werden können. Kürzere, bis zu 150 Meter lange Richtungen überwiegen; in der nordwestlichen Wand der Lučka Koppe gibt es aber auch Richtungen von 300 oder mehr Meter.

Hier finden Sie den Rogatec mit seiner Südostwand; Rzenik mit seiner weniger bekannten und fast unerforschten Nordwestwand; die bereits erwähnte Lučka Koppe (Nordostwand), Sekalojca (Südwestwand), Lastovec (Südwestwand) und Deska mit seiner Ost- wand. Weiter entfernt, aber nicht zu vergessen: Lučki Dedec. Diese Wand hat einen ganz besonderen Ruf, da sie in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg eines der größten Bergsteigerdramen der Savinja-Alpen war. Im Gegensatz zu den anderen weist die Wand auch einen ziemlich guten, wenn nicht sogar ausgezeichneten Fels auf.

Lučki Dedec (2033 m) Nordwand

Der Alte von Luče

Obwohl unser alter Mann in Begleitung der umliegenden Damen – Planjava und Ojstrica – als echter Zwerg auftritt, steht ihm ein besonderer, ehrenwerter Platz in der Geschichte des slowenischen Bergsteigens zu. Einer der heldenhaftesten Ge­schichten unserer Bergkletterer fand hier statt. Was in den beiden Herbsttagen 1949 in den grauen, glatten Decken der zentralen Wandsäule geschah, ist ein echter Herzensbrecher, eine der Legenden des slowenischen Bergsteigens.

Es war buchstäblich eine Kopf zu Kopf Erfahrung. Kontinuierliches Klettern bis an (manchmal jenseits) die Grenzen, zwei schwere „Flüge“, glücklicherweise ohne Folgen, konstant präsentes Risiko, zwei Tage extremer Anstrengung, eine Nacht auf dem engen Felsvorsprung. Und die härteste Richtung dieser Ära wurde geschaffen; es darf gesagt werden, dass es sich hier um den ersten wahren slowenischen Sechser handelt.

Alle anderen Richtungen (und es gibt viele) im Dedec sind von dieser Säule irgend­wie beschattet, obwohl keine von ihnen gerade kinderleicht ist. Die Dedecwand ist extrem monolithisch, steil und lässt keinen Durchgang unter Level V zu. Aufgrund dieser Eigenschaften ist sie bei den heutigen Kletterern sehr beliebt. Die Wand liegt in der Nähe von Korošica, also nur 10 Minuten entfernt. Auch der Abstieg ist nur eine Frage von Minuten.

Erwähnenswert ist auch das in unmittelbarer Nähe sich befindende gemütliche und gut ausgestattete sowie in mehrere Sektoren unterteilte Klettergebiet. Dieses ist sowohl für Anfänger geeignet (oben und rechts neben der Berghütte Korošica, wo die Richtungen zwischen Schwierigkeitsgraden III und IV ausgewertet sind) als auch für Großmeister (unter der Hütte). Die Schwierigkeitsgrade liegen da zwischen 6a und 7c. Der Fels im Klettergebiet ist hervorragend und bietet großartige Kletter­freuden in wunderschöner Umgebung.

Zentralsäule

VI+/V+ und IV, 140 m, 2–3 Stunden

Nur mit viel Fantasie kann der Zentralteil der Dedec-Wand als Säule bezeichnet werden. In Wirklichkeit handelt es sich um eine durchgehende Reihe vertikaler, glatter, scheinbar unpassierbarer Platten. Nur wenn Sie einen Felsen berühren, entdecken Sie hier und da einen Griff und Halt. Diese Griffe in Aufstiegsrichtung zu verbinden, war eine Aufgabe, die 1949 die größten Meister aufforderte, an der Grenze des Möglichen einzugreifen.

Schauen wir uns also die Säule an, wie sie heute aussieht. Obwohl ein paar Pfund Eisen zu den Keilen von Cic und Rado dazugekommen sind, ist sie immer noch extrem schwierig! Aber auch sehr schön. Das Klettern erfolgt in voller Aussetzung. Der Fels ist solide und alle zum Klettern notwendigen Brüche, einschließlich der Stände, sind spärlich; die Strecke ist jedoch gut ausgebaut, verursacht keine extremen Probleme für die heutigen Kletterer mehr und bleibt deswegen nach wie vor äußerst beliebt.

Den Sockel im Einfall des rechten Kamins (Richtung rechts) erklimmen. Etwa 15 m darunter die runde, unscharfe Schramme bildenden Platten links betreten. Darin ist eine dünne Spalte eingeschnitten, zahlreiche Keile beim Klettern über das erste, steilere Wandstück (VI / VI+) helfen. Eine bescheidene Haltung kann man unter dem Überhang, am Bruchende herstellen. Fünf Meter links über die Platte (V+) und auf die kleinere Schuppe. Die Platte oberhalb der Schuppe bedeutet schon Stufe VI. Nach zwanzig Metern ist ein Stand in der Mitte der Platten vorhanden. Nach einem kurzen Ausflug in die Felskerbe links zu den Platten über den Ständer zurückkehren und auf die Schlüsselstelle springen. Es handelt sich um ein paar Meter leicht überhängender schwarzer Wand, diese mit Fingerspitzen überklettern (VI+), dann Stützbruch mit tollen Griffen (V-) bewältigen; Auslauf zu einem bequemen Brett. Über den Über­hang oberhalb vom Brett dem dünnen Bruch entlang (VI+) in die tiefe Höhle („Adler­nest“). Oben wartet der letzte Überhang (VI); oben dann man links abbiegen und die Rille auffangen; diese läuft fast genau an der Dedec-Spitze aus.

Deska (Brett, 1.970 m), Ostwand

Deska (das Brett) ist ein unbedeutender Gipfel mit einer zwar interessanten Wand, der aber aufgrund seiner Abgelegenheit wenig besucht ist.

Zugang wie zur Podvežak-Alm.

Folgen Sie der Straße nach Korošica, steigen Sie den Hang hinauf zum Sedelce-Sattel und weiter bis zur ersten großen Ebene. Hier links entlang eines gut sichtbaren Jagd­pfades die Ostwand hinauf. Vom Parkplatz am Podvežak 1 Stunde zu Fuß. Gehen Sie den Weg nach rechts hinunter zum Sedelce-Sattel, dann direkt unterhalb der Wand und weiter in Richtung des Zugangs zum markierten Weg. Den Weg hinunter bis zur Straße sind es 45 min.

Nur zwei Richtungen sind in der Wand vorhanden. Die erste Richtung wurde bereits im Jahr 1938 geschaffen; die zweite ist von einem neueren Datum (2018) und ist mit Bohrkeilen ausgestattet, die ziemlich weit voneinander liegen. Zum Wiederholen sind Schmetterlinge und Stifte erforderlich.

Lastovec (1.841 m) Südostwand

Lastovec ist ein Bergrücken in unmittelbarer Nähe vom Vodotočnik-See, der als der romantischste See Sloweniens gilt, weil er ein charakteristisches herzförmiges Erscheinungsbild hat. Auf der Ostseite ist der Hang mit Gras und Schutt bewachsen, und auf der Südwestseite fällt eine steile, 130 Meter hohe Wand, ab.

Zugang wie zur Podvežak-Alm.

An der Abzweigung des markierten Weges nach Korošica (Parkplatz) bis zum Ende der Straße an der Jagdhütte weiterfahren. Folgen Sie dem Pfad durch den Wald (etwa 150 m bergaufwärts) und links vom Kamm auf die Wiese. Weiter geht es fast horizontal am Hang unterhalb der Lastovec-Wand entlang. Von der Jagdhütte sind es etwa 30 Minuten.

Abstieg von der Spitze entlang des Bergrückens (am Abzweig unterhalb der Wand vorbei) bis zur Jagdhütte (15 min). In der Wand sind zurzeit lediglich 3 Richtungen vorhanden, es gibt jedoch viel mehr Optionen, um neue zu erkunden.

Rzenik (1.833 m) Nordostwand

Die meisten Kletterer kennen die Westmauer von Rzenik, aber nur wenige wissen, dass auch eine Nordostwand vorhanden ist. Mit ihren 100 Metern Höhe ist diese natürlich viel niedriger, aber auch nicht so bröckelig als die westliche.

Zugang: Von Luče folgen Sie der Straße durch das Podvolovljek-Tal bis zur Abzweigung ins Lučka Bela-Tal. Hier biegen Sie rechts ab und fahren das enge Tal hinauf bis zur Abzweigung nach Korošica (5 km vom Asphaltweg entfernt). Nun folgen Sie dem Jagdpfad unterhalb der Rzenik-Wand nach links bergaufwärts. Von der Abzweigung sind es noch 30–45 Minuten zu Fuß.

Der Abstieg ist eher komplex. Da die Mauer jedoch stark bewachsen ist, ist es empfehlenswert, an der am besten geeigneten Stelle mittels Seil wieder die Wand hinunterzusteigen und in Zugangsrichtung auf die Straße zurückzukehren.

In der Wand sind zurzeit 4 Richtungen vorhanden, es gibt jedoch viel Spielraum für neue.

Lučka Kopa (1.758 m) Nordostwand

Bei Lučka Kopa geht es auf den ersten Blick um einen völlig uninteressanten Gipfel, der sich über die Presedljaj-Alm erhebt und am dessen Ende das Tal schließt. Die Wand blieb bis 1980 unberührt, als sie von Stane Poljak entdeckt wurde. Die Zufahrt erfolgt auf dem gleichen Weg wie für Rzenik, man fährt aber weiter auf dem Weg nach Korošica. An der Stelle, an der Sie die Schlucht (Šibje) erreichen, biegen Sie links unterhalb der Wand und dann rechts unter ihr bis zur Schuttschulter ab. Vom Park­platz am Podvežak benötigen Sie 1 Stunde zu Fuß.

Steigen Sie ab, indem Sie zwischen den Bergkiefern nach oben klettern und dann den Kamm hinunter zum Pfad und nach Presedljaj absteigen. Von hier aus geht es unter­halb der Wand hinunter und in Richtung Zugang zurück ins Lučka Bela-Tal (1½ Stunden).

Es gibt 8 Richtungen in dieser Wand mit nicht gerade erstklassigem Fels, die genau wie die in Rzenik kaum besucht werden.

Sekalojca Südwestwand

Sekalojca ist ein Hang mit einer äußerst interessanten Wand über dem Tal von Lučka Bela. Sie zeichnet sich durch einen hervorragenden Fels aus. Sie sichten sie kurz nach dem Betreten des Tals auf der rechten Seite.

Sekalojca ist einer der wenigen bekannten Nistplätze des Wanderfalken in Slowe­nien und gilt daher als Schutzgebiet. Die Kletterer werden daher gebeten, von Januar bis Ende Juli nicht in der Gegend zu klettern. Nur so kann eine der am stärksten gefähr­deten Tierarten der Welt zum Überleben verholfen werden. Achtung! Am frühen Morgen halten die Schlangen sich gerne unterhalb der Wand auf.

Die Zufahrt erfolgt auf dem gleichen Weg wie für Rzenik.

Nach etwa 1 km Schotterstraße öffnet sich rechts ein Blick auf die Sekalojca-Wand. Dorthin gelangt man durch ein steiles Waldstück nach knappen 200 Metern Höhenunterschied. Von der Straße benötigen Sie 20 Minuten zu Fuß.

Der Abstieg ist auf beiden Seiten der Wand möglich, den Wald hinunter bis zu den Ausläufern und in Richtung des Zugangs zurück zur Straße (30 Minuten).

Es gibt 4 Richtungen in der Wand, die aufgrund ihres Schwierigkeitsgrades nur für gut ausgebildete Kletterer geeignet sind. Auf der Basis unterhalb der Hauptmauer befinden sich mehr als 10 kürzere, 15 – 80 Meter hohe Richtungen, die mit Keilen ausgestattet sind, aber sie sind alt und selten, sodass Vorsicht geboten wird. In einigen Richtungen kann man auch andere Klemmgeräte finden, aber auch diese sind von verdächtiger Qualität.

Rogatec (1.557 m) Südostwand

Die kurze, aber steile Wand von Veliki Rogatec zeigt ihr Gesicht in Richtung Gornji Grad. Die Wand ist stellenweise überwachsen und manchmal bröckelig. Aufgrund ihrer günstigen Lage ist sie im zeitigen Frühjahr und im späten Herbst begehbar.

Zugang: Luče – Zgornji Špeh (Routenbeschreibung bei leichterem Wanderweg Lepenatka – Kal)

Unterhalb der Wand geht es geradeaus (rechts vom markierten Weg nach Rogatec) durch den Wald (10 min). Den markierten Weg nach links zum Kal-Sattel hinunter (15 Minuten) oder nach rechts bergauf und auf einem einfachen, aber steilen und oft rutschigen Weg zum Hof Zgornji Špeh (1 Stunde).

Derzeit verfügt die Wand über 7 Richtungen mit unterschiedlichen Schwierigkeits­graden, aber keine davon ist kinderleicht (ab Stufe V). Die schlechte Wegausrüstung erfordert eine komplette Bergsteigerausrüstung (für die Rückführung sind Steigbügel und Specials erforderlich).