Tal der Hütten

Das Gschnitztal kann getrost als das Tal der Hütten bezeichnet werden, denn in kaum einem anderen Tiroler Tal gibt es vergleichbar viele bewirtschaftete Berghütten.

Das Padasterjochhaus (2.232 m)

Das älteste Naturfreundehaus Österreichs, das Padasterjochhaus, befindet sich auf einer Höhe von 2.232 m und ist Ausgangspunkt für größere Bergtouren auf das Kirchdach, die Peilspitze, die Hammerspitze oder Wasenwand. Erbaut wurde das Padasterjochhaus 1907 von der Wiener Sektion der Naturfreunde und steht nun schon über 110 Jahre im Angesicht der Zillertaler Alpen, der Tuxer Voralpen, der Tribulaune und Dolomiten.

Innsbrucker Hütte (2.370 m)

Ebenso geschichtsträchtig wie das Padasterjochhaus ist die Innsbrucker Hütte (2.370 m), die 1884 von der Sektion Touristenklub Innsbruck auf der Alfaier-Alpe gebaut wurde. Da die Hütte von Anfang an von vielen Bergsteigern aus dem Gschnitz- und Stubaital angenommen wurde, dachte man schon bald nach Fertigstellung der ursprünglichen Bauarbeiten an eine Vergrößerung. Weitere Verbesserungen und Erweiterungen folgten nach den beiden Weltkriegen. Der letzte große Umbau erfolgte im Jahr 1984. Die Innsbrucker Hütte liegt am Fuße des mächtigen Habichts (3.277 m).

Tribulaunhütte (2.064 m)

Ein schweres Schicksal ereilte die Österreichische Tribulaunhütte (frühere Bezeich­nung: Tribulaunhaus), die 1922/23 von den Naturfreunden Innsbruck erbaut wurde und vorübergehend, von 1940 bis 1946, im Besitz der DAV Sektion Bamberg war. Bei zwei Lawinenabgängen (1935 und 1975) wurde die Hütte komplett zerstört. Der heutige Bau aus dem Jahr 1979 ist dem Gelände angepasst und hat somit bis zum heutigen Tag alle Lawinenabgänge überstanden.

Bremer Hütte (2.413 m)

Die Bremer Hütte (2.413 m) wurde 1897 von der Sektion Bremen e.V. des DAV erbaut. Im Jahr 2004 und 2013 wurde die Hütte erweitert. Sie liegt wie die Innsbrucker Hütte auf dem Stubaier Höhenweg, weshalb diese beiden Hütten stärker frequentiert sind als die restlichen Hütten des Tales.

Weitere Hütten im Gschnitztal

Weitere privat bewirtschaftete Hütten im Gschnitztal sind die Blaserhütte (2.180 m) sowie die Trunahütte (1.722 m). Auf dem Weg zur Bremer Hütte befindet sich die im Sommer bewirtschaftete Laponesalm (1.487 m), die bis zu einer Klimaverschlechterung um das Jahr 1400 als Dauersiedlung genutzt wurde.