„Klein-Tibet“ – treffender kann man das Gebiet um die Saldurseen nicht beschreiben. Der Landschaftscharakter erinnert wirklich an das Dach der Welt: rostbraun gefärbte Berggestalten, von grobem Blockwerk ummantelt, dazwischen kleine Seen, deren Farben zwischen milchigem Türkis und klarem Schwarzblau variieren. Sogar einen Mini-Kailash gibt es hier – die ebenmäßige Pyramide der Spizat (3.038 m). Weit unter uns liegt das sattgrüne Matscher Tal. Es vermittelt den Zugang zur Weißkugel (3.739 m), die als zweithöchster Gipfel und wohl auch wegen ihrer schönen Firnhaube von manchen als heimliche Königin der Ötztaler Alpen verehrt wird.

In Matsch sorgen strenge Bauvorschriften und das Gefühl für Angemessenheit und Formschönheit für ein Ortsbild mit wohltuender Einheit. Auch die modernen Bauwerke fügen sich bruchlos ins Gesamtbild eines harmonischen Ortsbildes. Die Pfarrkirche besetzt – keine seltene Erscheinung in südalpinen Gebieten – deutlich separiert vom übrigen Ort ihr eigenes Hügelchen, noch weiter draußen bewacht die sehenswerte Ruine Obermatsch eine schroffe Schlucht, die der Matscher Bach ins Etschtal hinunter gegraben hat.

Basisinformationen zum Bergsteigerdorf

Seehöhe des Hauptortes: Matsch 1.580 m
Höchster Punkt: 3.739 m (Weißkugel)
Wohnbevölkerung: 460 Menschen

Ortschaft

  • Matsch (Mazia)

Gebirgsgruppe

  • Südliche Ötztaler Alpen

Wichtige Gipfel

  • Weißkugel (3.739 m)
  • Äußerer Bärenbartkogel (3.475 m)
  • Schwemmserspitze (3.459 m)
  • Saldurspitze (3.433 m)
  • Saldurköpfe (3.429 m)
  • Rabenkopf (3.393 m)
  • Valvelspitze (3.359 m)
  • Ramudla (3.330 m)
  • Lazaunspitze (3.313 m)
  • Hochalt (3.285 m)
  • Remsspitze (3.212 m)
  • Pleresspitze (3.188 m)
  • Upikopf (3.175 m)
  • Portlesspitze (3.074 m)
  • Litznerspitze (3.026 m)
  • Kreuzjoch (2.992 m)
  • Hochjoch (2.593 m)

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