Das war „Gschnitztal hautnah“

Der Blick ins Gschnitztal war bereits bei der Ankunft ein Genuss: je weiter man ins Tal hineinkommt, desto schroffer werden die Berge, die es flankieren, bis man in Gschnitz freien Blick auf den imposanten Talschluss bekommt. Die Dreitausender der Stubaier Alpen begrüßen uns mit schneebedeckten Gipfeln in der Sonne.

Zu Beginn der kleinen Auszeit im Bergsteigerdorf wird die winterliche Landschaft mit tierischer Begleitung erkundet. Die Alpaka-Männchen von den Gschnitzer Alpakas helfen, die Hektik des Alltags hinter sich zu lassen und sind zugleich für ein paar Lacher gut. Denn wir müssen uns dem Rhythmus der Tiere anpassen und dafür ist Geduld gefragt.

Am nächsten Tag begleiten uns Schneeflocken, die für die Schneeschuhtour von Trins nach Gschnitz über den Truna-Wasserfall die perfekte Unterlage bilden. Hoch hinaus geht es an diesem Tag nicht, dazu ist die Lawinensituation auf den Nordhängen des Tals zu angespannt. Dafür ist Zeit, sich im Gasthof Alpenrose aufzuwärmen und um sich mit der Wirtin zu unterhalten.

Am Samstag kommen die Ski zum Einsatz. Die Langläufer vergnügen sich auf der Loipe, die über eine Runde von 18 Kilometern über den Talboden des Gschnitztals verläuft. Die Rast in der Pumafalle ist bei dieser Länge sehr willkommen. Auch die Tourengeher genießen den sonnigen Tag. Ihr Ziel ist das Padasterjochhaus (2.232 m), das älteste Naturfreundehaus Österreichs und eine der sechs Schutzhütten im Gschnitztal. Dank dem kundigen Begleiter ist auch die Abfahrt in feinstem Pulver möglich.

Den Abschluss des Bergsteigerdörfer-hautnah-Erlebnisses bildet die Wanderung mit der Schutzgebietsbetreuerin, die hier mit den Natura2000-Flächen und den Landschaftsschutzgebieten ein abwechslungsreiches Betätigungsfeld findet. Jetzt im Winter können wir uns von der Vielfalt der Alpenflora nur berichten lassen, vor allem vom berühmten Aurikel, das von hier aus über die Jahrhunderte und über Kreuzungen seinen Weg in die Gartencenter der Welt gefunden hat. Um sich selbst davon zu überzeugen, müsste man wohl im Frühsommer wiederkommen. Nach der Wanderung, zu der wir zum Glück die Schneeschuhe im Gepäck haben, trennen sich unsere Wege – es geht zurück in den Süden und Norden Österreichs, nach Norddeutschland oder in etwas nähere Regionen, wie Salzburg und Innsbruck.

Dass ein Urlaub vom Auto im Gschnitztal möglich ist, konnten wir selbst erleben. Das Programm war auf den Busfahrplan abgestimmt und die Ausgangspunkte für die Touren nur wenige Minuten von den Bushaltestellen entfernt.

Ein großes Dankeschön geht an die Partnerbetriebe Alpengasthof Hohe Burg und Hotel Kirchdach, sowie dem Weberhof für die Beherbergung und exzellente Verpflegung der Bergsteigerdörfer-hautnah Gäste sowie dem Tourismusverband Wipptal für die Planung und Organisation.

Auf unserer Website sind Tipps für Skitouren, Langlaufrouten, Schneeschuh- und Winterwanderungen im Bergsteigerdorf Gschnitztal gesammelt.