Das Gschnitztal ist Bergsteigerdorf

Die Gemeinden Trins und Gschnitz leben einen sanften und nachhaltigen Alpintourismus, der Natur und lokale Kultur wertschätzt und kleine und feine Orte im Alpenraum bewahrt. Mit der Aufnahme zu den Bergsteigerdörfern haben sie dafür die Unterstützung dieses internationalen Netzwerks der Alpenvereine.

Bei der Beitrittsfeier in Trins am 5. Mai wurde es offiziell: Das Gschnitztal ist nun ein Bergsteigerdorf. Das Gschnitztal erfüllt alle Kriterien der Bergsteigerdörfer, wie etwa exzellente Landschafts- und Umweltqualität, alpine Kompetenz vor Ort oder ein hochwertiges Tourismusangebot für Bergsteiger und Bergwanderer.

Mit der Unterzeichnung der Deklaration bekennen sich die Gemeinden Trins und Gschnitz gemeinsam zur Philosophie der Bergsteigerdörfer. Eine Philosophie, die einen sanften Bergtourismus und eine Entwicklung im Sinne der Alpenkonvention fördert und wie Andreas Ermacora, Präsident des Österreichischen Alpenvereins, betont, einen Kontrapunkt zum Massentourismus darstellt. Die Natur zu bewahren und ihr Wertschätzung entgegenzubringen, würdigt auch die Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe, die den Feierlichkeiten beiwohnte.

Mit dem Gschnitztal vereinen sich 20 österreichische Bergsteigerdörfer in auf dieser inzwischen internationalen Plattform der Alpenvereine. Unterstützt werden die Gemeinden bei der Umsetzung und Ausgestaltung einer nachhaltigen Gemeinde- und Tourismusentwicklung vor Ort auch vom Tourismusverband Wipptal und den 18 Partnerbetrieben der Bergsteigerdörfer in Gschnitz und Trins.

Das Gschnitztal – die ruhige Seite der Stubaier Alpen

Dieses westliche Seitental des Tiroler Wipptals liegt in den Stubaier Alpen, am Fuße des Habichts (3.277 m), der Feuersteine (3.267 m) und der Tribulaune (3.097 m). Das gleichzeitige Vorkommen von Kalk, Kristallin, Urgestein und Dolomit ist die Basis für eine ungewöhnlich große botanische Artenvielfalt, welche seit dem 19. Jahrhundert Botaniker begeistert. Von Ost nach West gehen sanfte in immer höher und schroffer werdende Berge über und am Talschluss vereinen sich einige Dreitausender. Ein überwiegender Teil der Gemeindegebiete ist Teil der Landschaftsschutzgebiete Serles-Habicht-Zuckerhütl (Gesamtfläche 180 km²) und Nösslachjoch-Tribulaune (Gesamtfläche 92 km²), in denen auch Natura-2000-Flächen und besonders schützenswerte Landschaftsteile ausgewiesen sind.

Im Gschnitztal, dem Tal der Hütten, gibt es im Winter und im Sommer zahlreiche Touren- und Freizeitmöglichkeiten für Berg- und Naturliebhaber, die in der Einzelbroschüre “Bergsteigerdorf Gschnitztal” zusammengefasst sind. Die Broschüre wurde bei der Beitrittsfeier erstmals präsentiert und ist nun in den Gemeinden, beim TVB Wipptal und beim Österreichischen Alpenverein kostenlos erhältlich.

Mehr zum Bergsteigerdorf Gschnitztal …

ÖAV: “Neues Bergsteigerdorf: Gschnitztal, Tirol”

AVS: “Herzlich Willkommen Bergsteigerdorf Gschnitztal”

DAV: “Neues Bergsteigerdorf: Gschnitztal, Tirol”