10. Gustav Mahler Festival in Steinbach

Thema 2026 „Mahlers 3. Symphonie“

Im Sommer 1893 kam Gustav Mahler zum ersten Mal nach Steinbach am Attersee. Mit seiner Schwester Justine und einer engen Freundin der Familie hatten sie im „Gasthaus zum Höllengebirge“ fünf Zimmer für einen ausgedehnten Familienurlaub reserviert.

Weit weg von der Hektik der Großstadt konnte sich hier Mahler als Komponist entfalten. In vier Sommern in Steinbach komponierte Mahler ein halbes Dutzend Lieder und zwei Sinfonien. Die meisten dieser Werke entstanden in einem Häuschen am See, das Mahler bauen ließ, um ungestört in der Natur arbeiten zu können.

Zum 10-jährigen Jubiläum widmet das Festival 2026 eine ganze Woche dem Komponisten und seinem außergewöhnlichen Werk.

Sonntag, 21. bis Sonntag, 28. Juni 2025

Eine Woche 13 Veranstaltungen. Sie können die Veran­stal­tungen einzeln buchen oder den Festi­val­pass 2026 zum Preis von 300 € bu­chen
inklusive Festival­programm­heft inklusive Bestplatz-Garantie beim Konzert der 3. Symphonie mit dem Bruckner Orchester Linz
(Ihre Ersparnis zur Einzelbuchung: 33,- €)

www.mahler-steinbach.at

18.00 Uhr, Komponierhäuschen Seefeld „1. Satz: Der Sommer marschiert ein“

Mit der feierlichen Eröffnung des 10. Gustav-Mahler-Festivals begeht Steinbach am Attersee ein doppeltes Jubiläum: 130 Jahre nach der Entstehung von Gustav Mahlers Symphonie Nr. 3 rückt das Werk in den Mittelpunkt einer Festivalwoche, die „Mahlers Universum“ gewidmet ist.

Am historischen Komponierhäuschen, einem zentralen Ort von Mahlers Schaffenszeit, wird das Jubiläumsfestival offiziell eröffnet – als Auftakt zu Konzerten, Gesprächen, Kultur- und Naturerlebnissen entlang des Attersees.

kostenloses Ticket buchen

11.00 Uhr, Christian-Ludwig-Attersee Saal, Dorfzentrum Steinbach (EN/DE)
Mahler Präsentation in englischer Sprache mit Zitaten auf Deutsch
Morten Solvik

Mahler schrieb die Dritte Symphonie in seiner kleinen Komponistenhütte, umgeben von der natür­lichen Schönheit von Steinbach am Attersee. Das Ergebnis der inspirierenden Sommer 1895 und 1896 war ein Werk, das danach strebte, die gesamte Existenz zu umfassen, vom Entstehen des Lebens aus unbelebter Materie bis hin zur Krönung des Universums in Gottes Liebe. Was veranlasste Mahler, dieses gewaltige Klanggewölbe zu schaffen? Wir werden einen Einblick in diese monumentale Sinfonie gewinnen, indem wir einige Musikbeispiele anhören und die Philosophie des Komponisten über Kunst und Existenz erkunden.

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19.00 bis 21.00 Uhr, Hotel Föttinger
“Brahms, Mahler and Zemlinsky”

  • Ensemble Liaison (Australien)
  • David Griffiths, Klarinette
  • Svetlana Bogosavljevic, Cello
  • Timothy Young, Klavier
  • Gloria Mojica, Mezzosopran
  • Leonie Raß, Violine

Ein wichtiger Teil von Mahlers Universum wird von den kreativen Werken seiner Zeitgenossen eingenommen. Zu den bedeutendsten unter ihnen während seiner Zeit in Steinbach am Attersee gehörte sicherlich Johannes Brahms (1833–1897), der seine Sommermonate unweit entfernt im Kurort Bad Ischl verbrachte. Gelegentlich fuhr Mahler mit dem Fahrrad dorthin, um den alternden Meister zu besuchen. Alexander Zemlinsky (1871-1942), war, wie Mahler, Dirigent und Komponist. Er schrieb sein Trio nach dem Vorbild von Brahms zur selben Zeit als die Entstehung von Mahlers Dritter Symphonie.

0 bis 46 Euro, Ticket buchen

10.00 Uhr, Pfarrkirche Steinbach am Attersee (DE/EN)

Gustav Mahler entwarf in den Sommerferien 1896, geprägt von der Natur der Attersee Region seine weitgespannte musikalische Weltdeutung mit einer monumentalen Symphonie, die in sechs Sätzen vom Erwachen der Natur bis hin zu ihrer höchsten geistigen Vollendung führt.

Jeder der Sätze steht mit einer eigenen Station im Mittelpunkt einer Wanderroute, die durch die Natur rund um das Zentrum von Steinbach am Attersee führt.

2. Satz: „Was mir die Blumen auf der Wiese erzählen“
3. Satz: „Was mir die Tiere im Walde erzählen“

0,- bis 15,- Euro, Ticket buchen

19.00 Uhr, Gustav Mahler Saal Seefeld

„Was mir die Natur erzählt“

  • Orchestra for the Earth
  • John Warner, Dirigent
  • Rory Green, Bariton

Mahler glaubte, dass die Natur den Schlüssel zur Tiefe des Lebens bereithält. Er fasste dies einmal so zusammen: “So wird man mir den Titel: ‘Sänger der Natur’ geben können” und beschreibt sich selbst als Künstler, der sich vom heiligen Leben inspirieren lässt und daraus Erkenntnisse gewinnt. Bezeichnenderweise tragen der zweite und dritte Satz der Dritten Symphonie die Titel „Was mir die Blumen auf der Wiese erzählen“ und „Was mir die Tiere im Wald erzählen“ – eine klare Bekennung des Komponisten zu seiner engen Beziehung zur Natur.

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Vormittag, Naturpark Volksschule Steinbach am Attersee
Leitung Angelika Dorfer

Die Kinder der 3. und 4. Klasse der Volksschule Steinbach am Attersee erkunden bewusst hörend ihre Umgebung, lernen die Musiker:innen und Instrumente aus nächster Nähe kennen und gestalten eigene kleine Klanglandschaften, die sie am Ende in einer informellen Präsentation vorstellen. Eine gemeinsame Baumpflanzung rundet das Projekt ab, das Musik, Kreativität und Naturbewusstsein verbindet. In Zusammenarbeit mit dem Orchestra for the Earth.

15.00 Uhr, Christian-Ludwig-Attersee Saal, Dorfzentrum Steinbach (DE)

  • Markus Poschner, Chefdirigent, Brucknerorchester Linz
  • Johanna Doderer, Komponistin
  • Dr. Christian Glanz, Leiter der Wissenschaftszentrum Gustav Mahler und die Wiener Moderne an der mdw

Moderation: Dr. Karin Wagner, mdw

Mahlers prophetische Aussage – „meine Zeit wird kommen“ – ist längst Wirklichkeit geworden. Seine Werke stehen im Mittelpunkt des klassischen Repertoires in Konzertsälen rundum die Welt. Doch was macht diese Präsenz aus? Wie resoniert der Komponist, der Mensch Mahler mit den Themen unserer Zeit? Welche Aspekte aus seiner Welt sind heute noch relevant? Und was können wir noch daraus lernen?

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„Was mir die Nacht erzählt“
Veranstaltungspartner: Attersee Schifffahrt

Der „4. Schwimmende Künstlersalon“ lädt im Zuge des Gustav Mahler Festivals zu einer außer­ge­wöhnlichen abendlichen Schifffahrt auf dem Klimt-Mahler Schiff ein. Das Thema der Veranstaltung „Was mir die Nacht erzählt“ von Gustav Mahler wird musikalisch und kulinarisch interpretiert. Kunst­schaffende, Musikliebhaber und Genießer erleben einen inspirierenden Abend, bei dem die abend­liche und nächtliche Atmosphäre des Attersees mit Mahlers Kompositionen und Gaumenfreuden verschmilzt.

Programm:
Abfahrt: 20.00 Uhr, Schiffsanlegestelle Steinbach, Boarding 19.50 Uhr
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Genusspackage: Schifffsrundfahrt, 3-gängiges Mahlermenü der Bachtaverne inklusive „mahlerischem“ Programm

Menü:

  • Vorspeise: Spargelschaumsuppe
  • Hauptspeise: Backhendlsalat mit Kartoffeln-Vogerlsalat (Vegetarische Variante: Falafelsalat)
  • Dessert: Marillenknödel mit Gustav Mahler Silhouette am Teller

Preis: 99,- € pro Gast
Buchung: www.atterseeschifffahrt.at

Die kulinarische Bootsfahrt am Mittwoch ist eine Sonderveranstaltung und nicht im Festivalpass enthalten.

Ein Kultur-Sommerfrischetag in Schörfling und Seewalchen
Info: Die Führungen sind ausschließlich im Kombiticket gemeinsam mit dem Kinofilm buchbar.

Mit einem attraktiven Kombiticket lädt das Festival zu einer außergewöhnlichen kulturellen Tages­reise an den Attersee ein: Zwei geführte Kunst- und Kulturveranstaltungen sowie eine abendliche Filmvorführung verbinden die Welten von Gustav Klimt und Gustav Mahler zu einem stimmigen Ge­samt­erlebnis. Zwischen den Programmpunkten bleibt ausreichend Zeit für ein entspanntes Mittag­essen – die Umgebung bietet dafür ein vielfältiges kulinarisches Angebot.

Der Tag beginnt im Klimt-Zentrum Schörfling mit einer Führung über die inspirierende Rolle der Natur für Klimt und Mahler, führt weiter zur für die Öffentlichkeit selten zugänglichen Villa Paulick, einem Schlüsselort der Attersee-Sommerfrische um 1900, und klingt am Nachmittag im Miniplex Kino Seewalchen mit dem international beachteten Dokumentarfilm „What the Universe Tells Me“ über Mahlers Dritte Symphonie aus – inklusive Gespräch mit dem Filmemacher, Jason Starr.

Für alle, die Kunstgeschichte, Musik und Landschaft erleben möchten – entspannt, inspirierend und an einem der schönsten Orte des Salzkammerguts.

  • 11.00 Uhr, Gustav-Klimt Zentrum, Schörfling am Attersee (DE/EN)
    Führung „Klimt, Mahler und die Kunst aus der Natur“
    Magistra Evelyn Obermaier, Obfrau Verein Klimt am Attersee
  • 14.00 Uhr, Villa Paulick, Seewalchen (DE/EN)
    Historischer Ort, Klimt am Attersee
    Führung Mag. Evelyn Obermaier, Obfrau Verein Klimt am Attersee
  • 16.00 Uhr, Miniplex Kino Seewalchen
    Filmvorführung „What the Universe Tells Me: Unraveling the Mysteries of Mahler’s Third Symphony“ (Englisch mit deutschen Untertiteln)
    Anschließend: Interview mit Filmemacher Jason Starr

0 bis 46 Euro, Ticket buchen

11.00 Uhr, Christian-Ludwig-Attersee Saal, Dorfzentrum Steinbach (EN/DE)
Mahler Präsentation in englischer Sprache mit Zitaten auf Deutsch
Morten Solvik

Gustav Mahlers Werke zeugen von einem Menschen, der auf der Suche nach Antworten auf die großen Fragen des Lebens war. Als Sohn einer jüdischen Familie geboren, als Erwachsener katholisch getauft und sein Leben lang ein Leser buddhistisch inspirierter Literatur, begegnete der Komponist religiösen Lehren in vielfältiger Form. Mahlers Streben gründete jedoch nicht auf orthodoxen Überzeugungen, sondern auf einer zutiefst spirituellen Sichtweise. Diese beruhte auf der Rolle des Künstlers – insbesondere der Musik – als Basis für Einblicke in das Wesen des Daseins.

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19.00 Uhr, Hotel Föttinger Seefeld
Miriam Kutrowatz, Sopran
Eduard Kutrowatz, Klavier

  • Gustav Mahler: Lieder aus Des Knaben Wunderhorn
  • Samuel Barber: Knoxville: Summer of 1915, Op. 24
  • Franz Schubert: Mignon Lieder (Auswahl)
  • Eduard Kutrowatz: Shakespeare-Fragmente UA (2026)

Als Mahler seine Dritte schrieb, erstellte er einen programmatischen Plan für die Titel und den Charakter der Sätze. Lange wollte er sein 1892 entstandenes Lied Das himmlische Leben als Finale verwenden. In seinem Konzept hieß der Titel des Satzes „Was mir das Kind erzählt“. Dieser Lie­der­abend ist diesem ursprünglichen Gedanken gewidmet und endet, naturgemäß, mit dem benannten Lied.

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11.00 Uhr, Christian-Ludwig-Attersee Saal, Dorfzentrum Steinbach (EN)
Thomas Hampson, Joseph Horowitz
Moderation: Morten Solvik
in englischer Sprache

Nach dem Tod seiner ältesten Tochter und der Diagnose einer Herzerkrankung im Sommer 1907 nahm Mahlers Leben eine entscheidende Wende. Anstatt sich in ein geschützteres Leben zurückzuziehen, kündigte Mahler seine Stelle als Direktor der Wiener Hofoper und nahm ein Angebot an, an der Metro­politan Opera und später bei der New York Philharmonic zu dirigieren. Mit seiner Frau und seiner Tochter in die Neue Welt aufzubrechen, um sich dort einem weiteren an­strengenden Konzert­programm zu widmen und sich gleichzeitig mit einer neuen Sprache und einer völlig anderen Kunst­kultur auseinanderzusetzen, war ein gewagtes Unterfangen, das mit unvermeidlichen Missver­ständnis­sen und Fehleinschätzungen behaftet war. Thomas Hampson und Joseph Horowitz, zwei erfahrene Beobachter sowohl Mahlers als auch der New Yorker Kunstszene, werden dieses entschei­dende Kapitel in Mahlers Leben und Werk beleuchten.

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19:00 Uhr, Gustav-Mahler Saal Seefeld

Die Wiener Theatermusiker

  • Tscho Theissing, Konzept, musikalische Leitung und Viola
  • Gerald Preinfalk, Klarinetten und Saxophon
  • Lorenz Raab, Trompete und Flügelhorn
  • Bettina Gradinger, Violine
  • Natalija Isaković, Violine
  • Ernst Weissensteiner, Kontrabass
  • Maria Reiter, Akkordeon

Zu seinen Lebzeiten wurde Mahler immer wieder vorgeworfen, er habe in seinen symphonischen Werken triviale musikalische Gesten übernommen. Märsche, Operetten, Jahrmarktsmusik, Militärrufe, Walzer und Ländler kommen alle auffällig häufig vor. Heute sind sie ein Markenzeichen seines Stils, damals irritierten sie eine Gesellschaft, die mit Mahlers breiter Einbindung verschiedener Musik­gat­tungen als Ausdruck der Vielfalt des Lebens nicht vertraut war. Wie klangen diese ursprünglichen Genres? Wie hat Mahler sie adaptiert? Und wie interpretieren wir sie heute?

Die Wiener Theatermusiker, die durch ihre jahrelange Zusammenarbeit mit Michael Heltau geprägt wurden und für ihre musikantische Herangehensweise an Musik aller Genres bekannt sind, werden sich unter der Leitung und in den Arrangements von Tscho Theissing diesen Fragen mit sicht- und hörbarem Vergnügen widmen.

0 bis 46 Euro, Ticket buchen

16:30 Uhr, Steinbach Halle Seefeld (DE/EN)
Mahler Präsentation auf Deutsch mit Zitaten auf English
Morten Solvik

Mahlers gewaltige Dritte Symphonie, die er in den Sommern 1895 und 1896 in Steinbach am Attersee komponierte, ist nichts weniger als der Versuch des Komponisten, die gesamte Existenz in Musik zu fassen. Während er das Werk schrieb, beschrieb er seine Empfindungen wie folgt:
„Nun aber denke Dir so ein großes Werk, in welchem sich in der Tat die ganze Welt spiegelt – man ist, sozusagen, selbst nur ein Instrument, auf dem das Universum spielt.“
Diese Einführung fasst die sechs ausladenden Sätze der Symphonie zusammen, liefert musikalische Beispiele und untersucht die Inspiration hinter dem Werk sowohl in der Philosophie des Komponisten als auch in der natürlichen Umgebung von Steinbach.

Der Einführungsvortrag ist kostenlos in der Konzertkarte inkludiert.

18.00 Uhr, Steinbach Halle Seefeld

  • Bruckner Orchester Linz
  • Markus Poschner, Dirigent
  • Wiebke Lehmkuhl, Altsolo
  • Damen des Hard-Chors Linz (Leitung: Alexander Koller)
  • Damen des Linzer Jeunesse Chors (Leitung: Wolfgang Mayrhofer)
  • Knaben des Kinderchors des Landestheaters Linz (Leitung: Elena Pierini)

49 bis 85 Euro, Kontertticket buchen

 

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