„Natürlich! Kreuth.“ Familienführung Weißachauen
Wasserlebewesen unter der Lupe
Das Bergsteigerdorf Kreuth lädt alle Kinder von 3 bis 8 Jahren und ihre Familien herzlich zu einer spannenden Führung durch die Weißachau ein. Förster Hannes Deininger zeigt kindgerecht die Schönheit und die Geheimnisse des Waldes und des Flusses, seiner Tiere und Pflanzen. Der Spaß am Draußensein kommt nicht zu kurz. Bei schlechter Witterung wird die Wegstrecke entsprechend angepasst.
Ausrüstung: wetterfeste Kleidung, Getränk
Anfahrt: Buslinie 356, Haltestelle Brunnbichl
Donnerstag, 28. Mai 2026
- Treffpunkt: 13.30 Uhr Parkplatz Wertstoffhof Kreuth
- leichte Wanderung für Familien geeignet
- kostenfrei
- mind. 4, maximal 20 Teilnehmer
Anmeldung bis 14.00 Uhr am Vortag bei der Tourist-Information Kreuth, Tel. +49 (0)8022 92 73 80, kreuth@tegernsee.com
Rechts und links der Weißach erstreckt sich die Weißachau, auf den ersten Blick ein weitläufiger (53 km²) Naturpark, in dem es sich entspannt spazieren, radeln oder schlicht zur Ruhe kommen lässt. Doch die Weißachau ist mehr. Dank seiner Flora und Fauna gilt das Areal als eine der bedeutendsten Tallandschaften des Alpennordrands. Im Jahr 1953 wurden die Weißachauen deshalb als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.
Was Naturschützer ins Schwärmen bringt, ist vor allem das Nebeneinander unterschiedlicher Lebensräume, vom Fluss mit seinem klaren Wasser über Moore und Feuchtwiesen hin zu Magerrasen und einem bedeutenden Vorkommen von Schneeheide-Kiefernwald. Überall leben und wachsen Tier- bzw. Pflanzenarten, darunter Vögel, Insekten und Amphibien, die anderswo kaum noch zu finden sind. Was viele Ausflügler nicht wissen: In der Weißachau bewegt man sich auf Privatgrund. Die Auenlandschaft gehört seit 1810 (!) Kreuther Bauern. Ihr Engagement ist nicht hoch genug zu schätzen. Schließlich verantworten sie nicht nur Wald- und Weideland, sondern erhalten auch ein Landschaftsschutzgebiet. Dafür arbeiten die Bauern eng mit den Naturschutzbehörden zusammen. Die wichtigsten Garanten dafür, dass aus der ungewöhnlichen Auenlandschaft nicht schon längst simpler Wald geworden ist, sind die Kühe. Sie sorgen dafür, dass die geschützten Pflanzen nicht überwuchert werden. Mit ihrem weichen Maul beißen sie ihr Grünfutter nicht bis zur Grasnarbe ab, sondern „rupfen“ mit der Zunge. Dadurch bleiben die eng am Boden liegenden Pflanzenteile erhalten und können wieder austreiben.
Vom Kreuther Ortszentrum aus bringt ein aufwendig angelegter „Wassererlebnisweg“ an der Weißach Besuchern das Landschaftsschutzgebiet und seine Geheimnisse näher. Besonders unterhaltsam ist das Angebot für kleine Entdecker dank „Kreuthi“, der den Weg als Maskottchen begleitet. Noch ein Kleinod: Am südlichen Ende des Gemeindegebiets, unterhalb des Halserspitz-Gipfels an der Grenze zu Österreich, befindet sich die durch die Ramsar-Konvention geschützte Bayerische Wildalm.

