Neues Bergsteigerdorf in Südtirol ab August 2018

Der Alpenverein Südtirol (AVS) freut sich bekanntzugeben, dass das ladinische Dorf Lungiarü (deutsch Campill) im Gadertal das zweite Südtiroler Bergsteigerdorf sein wird.

Offiziell in das internationale Netzwerk der Bergsteigerdörfer aufgenommen wird Lungiarü im Rahmen einer Beitrittsfeier Anfang August 2018. Erst im Sommer 2017 wurde Matsch im Vinschgau als erstes Südtiroler Bergsteigerdorf gefeiert. Lungiarü ist das erste ladinische Bergsteigerdorf und das erste Bergsteigerdorf in den Dolomiten.

Abseits der Tourismushochburgen

Lungiarü ist Teil der Gemeinde San Martin de Tor/St. Martin in Thurn. Das Seitental befindet sich abseits der Tourismuszentren des Gadertals. Das Dorf liegt auf 1398 Metern in einem breiten Talschluss umgeben von Wiesen, Almflächen und Wäldern am Eingang zum Naturpark Puez-Geisler. Mehr als die Hälfte des Fraktionsgebietes gehören zum Naturpark. „Ein bäuerlich geprägtes Bergdorf mit einer hochwertigen alpinen Natur- und Kulturlandschaft mit einem hervorragenden und stimmigen Gesamteindruck“, so lautet die Expertise der alpinen Vereine. Auch der Talschluss ohne Durchzugsverkehr, die ladinische Sprache, Kultur und Tradition sowie Besonderheiten wie die traditionellen Weiler „Les Viles“ und auch das Mühlental „La Val di Morins“ zeichnen den Ort zusätzlich aus. Lungiarü ist ideal für all jene, die Entschleunigung suchen: Im Winter ist es bei Schitourengehern und Schneeschuhwanderern beliebt, im Sommer bietet es zahlreiche Wandermöglichkeiten zu den umliegenden Almen, Bergwiesen und dem imposanten Dolomitenmassiv der Puez-und Geislergruppe oder zum Hausberg Peitlerkofel (Sas de Pütia, 2875 m).