Rund um Grünau im Almtal genießt man bei gemütlichen Wanderungen über die Vorberge des Toten Gebirges atemberaubende Ausblicke auf die hoch aufragende Felsmauer des Gebirgsstockes. Eine Wanderung rund um den Almsee oder zu den Ödseen ist ein Erlebnis für die ganze Familie.

Recht reizvoll sind auch die Höhenwanderungen über die Vorberge nördlich des Toten Gebirges, z.B. Rauhkogel – Hollerberg – Pfannstein (1.223 m) – Falkenmauer. Vor allem im Herbst ist eine Wanderung durch bunt gefärbte Laubwälder auf den Zwillingskogel oder einen der vielen Vorberge des Toten Gebirges zu empfehlen.

Wanderung zu den Ödseen

Ausgehend vom Almtalerhaus wandert man auf schattigen Wegen durch den Wald ins idyllische Hetzautal und gelangt schließlich zuerst zum Kleinen und dann zum Großen Ödsee. Die Ödseen, am Fuße des Toten Gebirges, eignen sich mit ihrem klaren Wasser besonders gut für eine kurze Erfrischung. Das Wasser erreicht im Sommer durchaus angenehme Badetemperatur. Beim Baden ist allerdings besondere Rücksicht geboten, da die Ödseen als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen sind.

Rund um den Almsee

Der Almsee als Lebensraum vieler Vogelarten ist ebenso wie die beiden Ödseen Landschaftsschutzgebiet. Vom Gasthof Jagersimmerl in der Habernau führt der Wanderweg zuerst durch den Wald etwas oberhalb der Alm und dann weiter entlang des Ostufers des Almsees. Die Wanderung bietet auch wunderschöne Bademöglichkeiten mit beeindruckenden Ausblicken auf das Tote Gebirge.
Zurück nach Grünau gelangt man mit dem Bus Nr. 2554 oder dem Wanderbus.

Almtalerhaus (714 m)

Idyllisch, inmitten von herrlichen Wäldern liegt in der Nähe der Ödseen das Almtalerhaus mit Blick auf die mächtige, 1.400 m hohe Schermberg-Nordwand. Vom Gasthof Jagersimmerl ist die Hütte auf einfach begehbaren Forstwegen in 1,5 Stunden erreichbar.

Das Almtalerhaus ist Ausgangspunkt für Touren auf das nördliche Plateau des Toten Gebirges sowie zur Welser Hütte. Seit dem Frühjahr 2010 kann das Almtalerhaus auch ganz einfach mit dem Wanderbus erreicht werden. Dieser ist auf die Ankunftszeiten der Züge abgestimmt (Informationen unter der Telefonnummer +43/(0)664/ 230 1910).

Kasberggipfel (1.747 m) oder Spitzplaneck (1.617 m)

Der Kasberg, ein optimales Familienskigebiet, hat auch im Sommer einiges zu bieten. Wiederum vom Ort aus wandert man südwestlich zum Zaunerhof, dann weiter über die Bäckerschlagalm zum Hochberghaus (600 HM, 1,5 Stunden). Zum Hochberghaus gelangt man auch über die Bergstrasse Farrenau, allerdings ist hier eine Maut zu entrichten. Vom Hochberghaus geht es weiter zur Sepp-Huber-Hütte (1.506 m). Hier teilt sich der Weg und führt zum einen nach Westen auf den Kasberg-Gipfel und zum anderen Richtung Süden auf das Spitzplaneck (1.617 m).

Nach langer Stagnation der Almwirtschaft ist vor kurzem die Trenumkehr gelungen: heute werde wieder 80 Stück Vieh aufgetrieben.

Zwillingskogel (1.402 m)

Auf dieser einfachen Bergwanderung geht es direkt von der Ortschaft über den Nissberg auf gut markierten Wegen durch den Hochwald. Weiter in eine Scharte und dann über die Südhänge auf einem Kamm bis zum Gipfel des Zwillingskogels (900 HM, 2,5 Stunden).